Satellitenbild von "Maria" südlichwestlich von Puerto Rico | Bildquelle: AP

Hurrikan "Maria" Puerto Rico befürchtet das Schlimmste

Stand: 20.09.2017 13:02 Uhr

Verwüstung und Überschwemmungen: Einige Karibikinseln haben die Kraft von "Maria" bereits gespürt. Jetzt erreichte der Wirbelsturm Puerto Rico. "Maria" wird vermutlich quer über die Insel ziehen. Die Bewohner befürchten das Schlimmste.

Von Martin Ganslmeier, ARD-Studio Washington

Hurrikan "Maria" ist nach "Harvey" und "Irma" bereits der dritte schwere Hurrikan innerhalb von nur einem Monat, der amerikanisches Territorium verwüstet. Auf seinem zerstörerischen Weg über die Karibik-Inseln Dominica, Guadeloupe und die Jungferninseln hatte "Maria" zunächst weiter an Kraft gewonnen, obwohl der Hurrikan die höchste Kategorie 5 längst erreicht hatte. Mittlerweile wurde er in die Kategorie 4 zurückgestuft.

Am Nachmittag deutscher Zeit wird "Maria" mit hohen Windgeschwindigkeiten direkt auf Puerto Rico treffen. Der Meteorologe Tom Sater sagte im Sender CNN: "Das Nationale Hurrikan-Zentrum glaubt, dass es der schwerste Hurrikan sein wird, der die Insel je getroffen hat."

Puerto Rico bereitet sich auf Wirbelsturm "Maria" vor
tagesschau 12:00 Uhr, 20.09.2017, Alexander Stein, SWR

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Zuletzt war Puerto Rico im Jahr 1928 von einem Hurrikan der Kategorie 5 heimgesucht worden. Damals starben mehr als 300 Menschen. Was die Behörden im US-Außengebiet besonders beunruhigt, ist der voraussichtliche Kurs des Auges von "Maria" quer über die Insel. Sämtliche dreieinhalb Millionen Puerto Ricaner sind in Gefahr. Und ausgerechnet die knapp 400.000 Einwohner der Hauptstadt San Juan könnten am stärksten betroffen sein. Sie müssen mit stundenlangem Orkan, Sturmfluten und sintflutartigem Regen rechnen.

Der Sturm "Maria" auf der Insel Guadeloupe in der Karibik | Bildquelle: AFP
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Der Sturm "Maria" auf der Insel Guadeloupe in der Karibik

Verwüstung auf Dominica und Guadeloupe

Der Gouverneur von Puerto Rico, Ricardo Rosello, rief seine Bürger auf, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Insgesamt wurden 500 Notunterkünfte bereitgestellt. US-Präsident Donald Trump rief den Notstand für Puerto Rico aus, damit möglichst schnell finanzielle und personelle Hilfen aus den USA eintreffen können.

Die US-Küstenwache warte bereits außerhalb des Hurrikan-Gebiets auf Rettungseinsätze, sagte Coast Guard-Captain Eric King im Sender NBC: "Wir können sofort helfen, wenn der Hurrikan vorüber ist: nicht nur Menschen retten, sondern auch Häfen und wichtige Wasserstraßen in Puerto Rico wieder herstellen."

Schon bevor "Maria" Kurs auf Puerto Rico nahm, hatte der Hurrikan mehrere Karibik-Inseln verwüstet: Dominica, Guadeloupe und die amerikanischen Jungferninseln. Auf der französischen Insel Guadeloupe wurde ein Mensch von einem Baum erschlagen, ein Mensch starb, als er ins Meer stürzte, zwei weitere werden vermisst. 80.000 Häuser sind ohne Strom. Der Premierminister von Dominica sagte, die 70.000 Einwohner seien dabei, sich aus den Trümmern ihrer Häuser zu befreien. Es gebe "großflächige Zerstörungen" und Gefahr durch Erdrutsche.

Puerto Ricaner senden Appell an die USA

All das lässt die Menschen in Puerto Rico das Schlimmste befürchten. Die ohnehin hochverschuldete Insel, die von Politikern in Washington oft das "Griechenland Amerikas" genannt wird, muss sich auf einen monatelangen Wiederaufbau gefasst machen. Die Bürgermeisterin der Hauptstadt San Juan, Carmen Yulin Cruz, richtete einen emotionalen Appell an die US-Bürger: "Vergesst nicht, dass wir zusammengehören, auch wenn ihr nicht hier seid! Vergesst uns nicht! Bitte vergesst uns nicht!"

Nach Puerto Rico wird Hurrikan "Maria" auch den Norden der Dominikanischen Republik streifen und dann nach Norden drehen - über die Turks und Caicos-Inseln und östlich an den Bahamas vorbei. Ob "Maria" dann über dem Atlantik bleibt oder doch noch weiter nördlich die Ostküste der USA bedroht, ist noch unklar.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. September 2017 um 05:30 Uhr.

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