Der Sturm "Maria" auf der Insel Guadeloupe in der Karibik | Bildquelle: AFP

Hurrikan "Maria" "Weit verbreitete Verwüstung"

Stand: 19.09.2017 21:33 Uhr

Mit "Maria" sucht erneut ein Hurrikan die Karibik heim. Auf Dominica und Guadeloupe richtete er schwere Schäden an. Dort meldeten die Behörden einen Toten. "Maria" nimmt nun Kurs auf die Jungferninseln und Puerto Rico.

Das Wetter gönnt den Inseln der Karibik keine Ruhe: Erneut richtete ein Hurrikan in der Region schwere Schäden an, "Maria" fegte mit zerstörerischer Wucht über den kleinen Inselstaat Dominica und die französische Nachbarinsel Guadeloupe hinweg. Dort meldeten die Behörden einen Toten und zwei Verletzte. Zwei Menschen würden außerdem nach dem Kentern eines Bootes vermisst. Der Hurrikan nahm Kurs auf die Jungferninseln und Puerto Rico, das US-Hurrikanzentrum warnte vor "katastrophalen Auswirkungen".

Dominicas Premierminister Roosevelt Skerrit erklärte, seine Insel habe "alles, was mit Geld gekauft und ersetzt werden kann", verloren. Skerrit sprach via Facebook von "weit verbreiteter Verwüstung" auf der Insel. Der Flughafen und die Häfen von Dominica waren geschlossen. Der Regierungschef forderte "alle Arten von Hilfe" an, insbesondere benötigten die Behörden Hubschrauber, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Angesichts der starken Regenfälle warnte er vor Erdrutschen, die "erhebliche Verletzungen oder mögliche Todesfälle" verursachen könnten.

Stromausfälle auf Martinique

Auf der französischen Insel Martinique waren laut der Präfektur 33.000 Haushalte ohne Strom, größere Schäden gab es offenbar nicht. Air France, Air Caraibes und Corsair sagten ihre Flüge von und nach Martinique und Guadeloupe ab.

Besondere Sorgen bereitete den Behörden in der Region, dass der neue Hurrikan die Trümmer, die "Irma" vor zwei Wochen hinterlassen hatte, aufwirbeln und in tödliche Geschosse verwandeln könnte.

Hurrikan "Maria" verwüstet Dominica und setzt Zerstörungszug über Karibik fort
tagesschau 20:00 Uhr, 19.09.2017, Xenia Böttcher, ARD Mexiko-Stadt

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Windgeschwindigkeiten eines Kategorie-fünf-Sturms

Das US-Hurrikanzentrum stufte "Maria" zunächst zu einem Hurrikan der obersten Kategorie fünf hoch. Ein Sturm mit dieser Stärke hat das Potenzial, katastrophale Schäden anzurichten. Nach seinem Durchzug über Dominica schwächte sich "Maria" vorübergehend auf einen Hurrikan der Kategorie vier ab.

Sogenannte Sturmjäger in Flugzeugen machten kurz darauf aber wieder Windgeschwindigkeiten eines Kategorie-fünf-Sturms aus. Diese Stufe erreichen Hurrikans, wenn die Windgeschwindigkeit mehr als 249 Kilometer pro Stunde beträgt. Meteorologen warnten, der Wirbelsturm könne beim Kurs auf weitere Inseln in der östlichen Karibik womöglich noch stärker werden.

Hurrikan "Maria" in der Karibik | Bildquelle: AP
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Hurrikan "Maria" auf seinem Weg vom Atlantik in die Karibik.

"Ansonsten werden sie sterben"

Am Mittwoch könnte er möglicherweise direkt auf das US-Außengebiet Puerto Rico treffen. Es wäre das erste Mal seit 85 Jahren, dass die Insel direkt von einem Hurrikan getroffen wird.

Auf Puerto Rico, wo fast 70.000 Menschen wegen "Irma" noch immer ohne Strom sind, riefen die Behörden dazu auf, dass sich Menschen aus brüchigen oder hölzernen Häusern in sichere Unterkünfte begeben sollten. Der Sicherheitsbeauftragte der Insel, Hector Pesquera, bat die Bewohner inständig darum, sich in Sicherheit zu bringen. "Ansonsten werden sie sterben", sagte er.

Puerto Rico und Guadeloupe gaben ebenso Hurrikanwarnungen heraus wie die US-amerikanischen und Britischen Jungferninseln, Montserrat sowie St. Kitts und Nevis. Tropensturmwarnungen galten auf Martinique, Antigua und Barbuda, Saba, St. Eustatius, St. Maarten, St. Lucia und Anguilla.

Hurrikan "Maria" trifft Dominica schwer
Anne-Katrin Mellmann, ARD Mexiko Stadt
19.09.2017 14:48 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 19. September 2017 um 12:00 Uhr.

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