Während des Hurrikans "Irma" gestrandete Schiffe an der Küste der britischen Virgin Islands | Bildquelle: dpa

Wirbelsturm bedroht Karibik Erst "Irma" - und jetzt droht "Maria"

Stand: 18.09.2017 15:42 Uhr

Wirbelsturm "Maria" wird auf den Karibischen Inseln erwartet - und zwar ausgerechnet auf jenen, die schon durch "Irma" schwer getroffen worden sind. Bereits jetzt wütet der Hurrikan mit viel Kraft und hohem Tempo über dem Atlantik.

Tropensturm "Maria" ist im Atlantik zu einem Hurrikan erstarkt und steuert auf mehrere Karibikinseln zu, die vor nicht einmal zwei Wochen von "Irma" verwüstet worden waren. Warnungen gingen für Regionen in Guadeloupe, Dominica, St. Kitts, Nevis und Montserrat heraus. Auch Inseln wie Antigua und Barbuda sowie St. Barts sollten sich für deutlich spürbare Auswirkungen wappnen.

"Maria" wurde zu einem Hurrikan der Kategorie zwei hochgestuft. Dieser gewinnt weiter an Kraft, während er auf die Kleinen Antillen zusteuerte. Meteorologen rechneten damit, dass er Kategorie 3 oder 4 erreichen könnte, bis er voraussichtlich am Mittwoch auch in Puerto Rico auf Land trifft. "Dieser Sturm verspricht, für unsere Insel katastrophal zu werden", sagte Ernesto Morales vom US-Wetterdienst in Puerto Rico.

Am Abend befand sich "Maria" 165 Kilometer nordöstlich von Barbados und entwickelte Windgeschwindigkeiten von 225 Stundenkilometern, wie das Hurrikan-Zentrum in Miami mitteilte. Für die Gruppe der sogenannten Leeward Islands, also die Inseln unter dem Winde im Norden der kleinen Antillen, wurde bis zum Abend ein Anstieg der Wasserstände auf bis zu 1,8 Meter erwartet. Die Dominikanische Republik rief Fischer dazu auf, die Häfen nicht zu verlassen.

Ähnlicher Kurs wie Hurrikan "Irma"

Den Angaben nach ähnelt der bisherige Kurs von "Maria" dem von "Irma" stark. So könnte der neue Hurrikan - dann vermutlich zur dritthöchsten von fünf Kategorien erstarkt - am späten Mittwoch oder Donnerstag auch Puerto Rico bedrohen. Sein anschließender Weg lässt sich nach Angaben von Meteorologen noch nicht abschätzen.

"Irma" hatte nach ihrem verheerenden Zug über die Karibik auch in Florida teils schwere Schäden angerichtet, zahlreiche Menschen starben. "José", derzeit wie "Maria" ein Hurrikan der schwächsten Kategorie 1, setzte seinen nordöstlichen Weg im Atlantik fort und befand sich am Abend gut 500 Kilometer südöstlich von Cape Hatteras im US-Staat North Carolina. Der Sturm wird in den nächsten Tagen im Meer an der mittleren und nördlichen US-Ostküste entlangziehen. Erwartet wird neben heftigem Regen gefährlich hoher Wellengang insbesondere an den Stränden von Neuengland - aber kein Aufprall auf das Festland.

Darüber hinaus ist auch Tropensturm "Lee" im Atlantik unterwegs. Er wurde jedoch mittlerweile zu einem tropischen Tiefdruckgebiet heruntergestuft.

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