Hurrikan "Irma" wütet in Florida | Bildquelle: REUTERS

"Irma" in Florida Wind lässt nach - Gefahr bleibt

Stand: 11.09.2017 16:25 Uhr

Straßenzüge stehen in Miami unter Wasser, der Flughafen ist gesperrt, in ganz Florida sind Millionen Menschen ohne Strom. Auch wenn sich "Irma" abgeschwächt hat, eine Entwarnung gib es für den Sonnenstaat noch nicht.

Über einen großen Teil von Florida ist Hurrikan "Irma" hinweggezogen und  hat für schwere Überflutungen gesorgt. Der Sturm riss in vielen Teilen des US-Bundesstaates Dächer von Häusern und kappte Stromleitungen, Sturmfluten drohen. Auch wenn "Irma" inzwischen auf die niedrigste Kategorie eins herabgestuft ist, Entwarnung gab es noch nicht. In den nächsten Stunden wurde der Sturm im Norden von Florida und im Süden des benachbarten Bundesstaates Georgia erwartet.

"Irma" in Florida
tagesschau 17:00 Uhr, 11.09.2017, Stefan Niemann, ARD Washington

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"Beiben Sie drinnen"

Floridas Gouverneur Rick Scott ermahnte die Bürger zur Wachsamkeit: "Bleiben Sie drinnen. Bleiben Sie in Sicherheit", schrieb er im Kurzmitteilungsdienst Twitter. "Sogar 15 Zentimeter Wasser, das sich bewegt, können Sie mitreißen."

Diese Wassermassen seien oft für die meisten Schäden und auch die meisten Opfer verantwortlich, sagte Meteorologe Frank Abel im Gespräch mit tagesschau.de.

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Die Sicherheit bei ARD-Live-Schalten zum Hurrikan

Nach den Live-Schalten von Jan Philipp Burgard aus Miami zum Hurrikan "Irma" haben uns mehrere Anfragen erreicht, wie es um die Sicherheit des Teams bestellt ist. Die ARD produzierte ihre Schalten aus einem Hotel, das nicht evakuiert wurde, weil es als Hurrikan-sicher eingestuft worden war. Vom Balkon dieses Hotels sind nur zwei Live-Schalten entstanden. Das Kamerateam befand sich währenddessen im Zimmer.

Weil der Sturm während dieser Live-Schalten sehr heftig wurde, wählte die ARD für die weitere Berichterstattung neue Standorte: zuerst das Zimmer selbst, dann die Auffahrt des Hotels. Diese Auffahrt ist von Betonwänden umgeben und überdacht, sodass die Sicherheit für das gesamte Team - so weit wie unter diesen Umständen möglich - gewährleistet war.

Millionen Haushalte ohne Strom

Nach Angaben des Katastrophenschutzes sind weiterhin mehr etwa 5,7 Millionen Haushalte in Florida ohne Strom. Mindestens vier Menschen kamen bislang ums Leben. Wie groß die Schäden am Ende sein werden, ist noch unklar. Versicherer rechnen mit Schäden in Milliardenhöhe.

 Am stärksten von "Irma" getroffen wurde zunächst der Südwesten Floridas. In der Stadt Miami und auf der vorgelagerten Insel Miami Beach standen Straßen und Autos unter Wasser, eine hölzerne Seebrücke im Zentrum von Miami wurde fortgeschwemmt. Zwei riesige Baukräne stürzten um.

Schwimmende Möbel in den Gärten

In den Florida Keys im Süden des Staates wurden mehr als drei Meter hohen Wellen verzeichnet. Häuser standen unter Wasser, Möbelstücke schwammen in den Gärten. Überschwemmungen waren auch die größte Sorge in der Küstenstadt Naples am Golf von Mexiko. Das Nationale Hurrikanzentrum meldete, dort seien die Pegel am Sonntagabend in nur 90 Minuten um mehr als zwei Meter gestiegen. Auch in der zentral gelegenen Großstadt Orlando berichteten Augenzeugen von hüfthohem Wasser.

In mehreren Orten verhängten die Behörden nächtliche Ausgangssperren, um Plünderungen zu verhindern.

12.000 Flüge ausgefallen

Weltweit fielen wegen "Irma" bereits mehr als 12.000 Flüge aus. Alleine im US-Bundesstaat Florida hätten an Flughäfen wie Miami, Orlando oder Tampa bereits mehr als 9000 Flüge nicht stattgefunden, berichteten US-Medien unter Berufung auf die Flugbeobachtungs-Website FlightAware. Der internationale Flughafen in Miami blieb geschlossen. Am Dienstag sollen nur vereinzelt Flüge abgefertigt werden.

Betroffen ist auch die im Süden der USA angesiedelte Autodindustrie: Hyundai erklärte, das Werk im US-Bundesstaat Alabama für 48 Stunden schließen zu wollen. Kia kündigte an, die Produktion in Georgia für 24 Stunden herunterzufahren.

Größte US-Evakuierungsaktion

Zuvor waren mehr als 6,5 Millionen Menschen aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen und sich vor dem Sturm in Sicherheit zu bringen. Es war eine der größten Evakuierungsaktionen in der Geschichte der USA. Weit über 100.000 Menschen harrten noch  in Notunterkünften aus.

US-Präsident Donald Trump kündigte an, möglichst bald nach Florida zu reisen, um sich ein Bild von den Schäden zu machen. Zuvor hatte er für den Bundesstaat den Katastrophenfall ausgerufen. Damit ist der Weg frei für Notfallhilfen der Regierung.

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"Irma" und die Folgen

Hohe Wellen umschließen in Boynton Beach (USA) bei der Ankunft des Hurrikans ''Irma'' in Florida

Mit gewaltiger Kraft hat Hurrikan "Irma" gestern Florida getroffen. Wie hier in Boynton Beach schlugen hohe Wellen an die Küste. | Bildquelle: dpa

Schwere Schäden auf Karibikinseln

"Irma" hält die Region bereits seit Tagen in Atem. Bei seinem Zug durch die Karibik hatte der Sturm in Kuba, den Jungferninseln, sowie auf Barbuda und Saint-Bartélémy schwere Schäden angerichtet. Einige Gebiete gelten als unbewohnbar. Allein in Kuba kamen zehn Menschen ums Leben. Die Gesamtzahl der Todesopfer durch "Irma" in der Karibik und den USA stieg damit auf mindestens 40. Die EU stellte für die durch "Irma" getroffenen Karibik-Inseln zwei Millionen Euro "Ersthilfe" bereit.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 11. September 2017 um 12:00 Uhr.

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