Palmen im Sturm in Miami  | Bildquelle: AFP

Hurrikan "Irma" tobt über Florida

Stand: 10.09.2017 20:55 Uhr

Die Warnungen waren drastisch - dennoch sind einige Menschen in den von Hurrikan "Irma" bedrohten Gebieten in Florida geblieben. Dort ist der Wirbelsturm nun angekommen, erste Überflutungen werden gemeldet. In mehr als 1,5 Millionen Haushalten fiel der Strom aus.

Von Jan Bösche, ARD-Studio Washington

Hurrikan Irma entfaltet seine volle Kraft über Florida. Mit Windgeschwindigkeiten von über 215 Kilometern pro Stunde ist das Auge über die Inselkette Florida Keys hinweggezogen. Die Gefahr ist damit nicht gebannt: Die Experten rechnen mit Sturmfluten, ausgelöst von den Winden, die Irma mit sich zieht.

Trotz der eindringlichen Warnungen der Behörden: Einwohner sind auf den Keys geblieben. So gab sich beispielsweise John Hines bei CNN optimistisch: "Wir sind in einem Betongebäude im dritten Stock, die Fenster verbarrikadiert." Er sieht sich damit oberhalb einer möglichen Sturmflut, zudem werde der Hurrikan kein Betongebäude umhauen. "Die Ersthelfer sind in einem Hotel aus Beton auf der anderen Straßenseite. Wir haben viele Vorräte, Wasser, Nahrungsmittel, Alkohol. Wir sind bereit!"

Hurrikan "Irma" trifft auf Florida
tagesschau 20:00 Uhr, 10.09.2017, Stefan Niemann, ARD Washington

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Angeordnete Evakuierung der Florida Keys

Die Behörden hatten die Einwohner der Keys aufgefordert, die Inselkette zu verlassen. Sturmfluten könnten die Inseln komplett überfluten, die Brücken zerstört werden. Cammy Clark vom zuständigen Einsatzzentrum sagte resigniert: "Es ist zu spät, den Leuten zu sagen, sie sollten sich in Sicherheit bringen."

Einige Menschen auf Booten hätten sich geweigert, ihr Boot zu verlassen. "Ich habe keine Vorstellung, wie es für sie sein wird." Es gebe vier Notunterkünfte für Kurzentschlossene in Gebäuden, die für Hurrikans der Stärke fünf ausgelegt seien. "Ich hoffe, dass es allen, die dort sind, gut geht."

Westküste Floridas bedroht

Meteorologen gehen davon aus, dass der Hurrikan entlang der Westküste Floridas nach Norden ziehen wird. Dort sind die Städte in besonderer Alarmbereitschaft. Sie hatten sich zunächst nur auf mögliche indirekte Auswirkungen von "Irma" vorbereitet - jetzt könnten sie direkt getroffen werden. Besonders groß ist die Sorge vor Sturmfluten. 

Bob Buckhorn, der Bürgermeister von Tampa an der Westküste, sagte bei NBC: "Die letzten 90 Jahre hat uns kein Hurrikan direkt getroffen: Wir waren überfällig." Jedes Jahr werde für den Fall eines Hurrikans trainiert. "Wir sorgen uns wegen der Sturmflut", so Buckhorn. Er rief die Menschen auf, die von der Sturmflut gefährdeten Gebiete zu verlassen. "Es wird eine lange, schwierige Nacht."

Jan Philipp Burgard, ARD Washington, zzt. Miami, zur aktuellen Lage
tagesschau 20:00 Uhr, 10.09.2017

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Keine Entwarnung für andere Gebiete

Trotz der erwarteten Route des Hurrikans entlang der Westküste gibt es auch für die Ostküste und große Städte wie Miami keine Entwarnung: Meteorologen zufolge ist "Irma" so groß, dass auch diese Regionen von dem Hurrikan getroffen werden.

In mehr als 1,5 Millionen Haushalten ist der Strom ausgefallen. In Florida gibt es über 500 Notunterkünfte. Gouverneur Rick Scott hatte eindringlich gewarnt: "Das ist ein tödlicher Sturm. Unser Staat hat noch nie etwas Vergleichbares gesehen. Millionen Einwohner werden erheblich Folgen spüren - mit tödlichen Sturmfluten und lebensbedrohlichen Winden."

Der Gouverneur gab allen 7000 Mitgliedern der Nationalgarde von Florida den Einsatzbefehl. Von anderen Nationalgarden halten sich rund 30.000 Gardisten bereit, um in Florida zu helfen.

Verwüstung in der Karibik

In den vergangenen Tagen hatte der Sturm eine Spur der Verwüstung durch die Karibik gezogen. Mehr als 20 Menschen kamen auf den Inseln St. Martin, Saint-Barthélemy, Saint-Thomas und Barbuda und Antigua ums Leben. Teile der Inseln liegen in Trümmern. Über Kuba setzte "Irma" Hunderte Kilometer Küstenlinie unter Wasser und deckte zahlreiche Häuser ab. Nach Berechnungen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) verursachte "Irma" bislang Schäden von rund 8,3 Milliarden Euro.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 10. September 2017 um 20:00 Uhr.

Korrespondent

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