Hurrikan Harvey | Bildquelle: dpa

US-Golfküste "Harvey" schwächer, aber noch gefährlich

Stand: 26.08.2017 14:38 Uhr

Wie hoch die Schäden sind, ist noch unklar: Zwar ist Hurrikan "Harvey" nach seinem Auftreffen auf die US-Golfküste heruntergestuft worden. Trotzdem warnen Meteorologen vor Überschwemmungen durch die erwarteten heftigen Regenfällen.

Hurrikan "Harvey" hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Kilometern pro Stunde das Festland im Süden des US-Staates Texas getroffen. Dann verlor er allerdings an Kraft und wurde vom Nationalen Hurrikanzentrum herabgestuft.

Zugleich warnte das Hurrikanzentrum auf seiner Webseite vor "katastrophalen Überschwemmungen" im Zuge heftiger Regenfälle, die für die kommenden Tage erwartet werden. Die bisher angerichteten Schäden seien noch nicht abzusehen, so CNN weiter. Es sei aber damit zu rechnen, dass einige Gebiete "für Wochen oder Monate unbewohnbar" sein würden, zitierte der Sender Meteorologen.

Hunderttausende ohne Strom

Aus Rockport bei Corpus Christi, einem der als ersten direkt von "Harvey" getroffenen Orte, wurden erhebliche Zerstörungen und einige Verletzte gemeldet. Berichte über Tote gab es zunächst nicht. Der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, Steve Sims, erklärte, dass die Menschen weiterhin Schutz suchen müssten und nirgendwo hingehen könnten. "Wir wissen, dass wir eine Menge Probleme haben, aber wir wissen noch nicht genau welche."

Die Strom- und Internetversorgung sowie die meisten Telefonnetze waren ausgefallen. Insgesamt befanden sich laut den Betreibern Ercot und AEP, die für meisten Netze in Texas verantwortlich sind, mehr als 200.000 Menschen ohne Strom.

US-Präsident Donald Trump teilte auf Twitter mit, er habe auf Anfrage des Gouverneurs von Texas, Greg Abbott, den Notstand ausgerufen. Dadurch würden die Regierungsgelder für Hilfsmaßnahmen in vollem Umfang verfügbar.

Hurrikan "Harvey" richtet schwere Schäden in Texas an
tagesschau 20:00 Uhr, 26.08.2017, Markus Schmidt, ARD New York

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Warnung vor "Katrina"-Ausmaß

Bevor der Wirbelsturm texanischen Boden erreichte, hatten die US-Behörden gewarnt: "Harvey" könnte der schwerste Sturm in den USA werden seit dem verheerenden Hurrikan "Katrina" vor zwölf Jahren. Damals kamen in der Gegend rund um New Orleans weit mehr als 1000 Menschen ums Leben.

Vom Tropensturm zum Hurrikan

Tropische Wirbelstürme entstehen über dem Meer, wenn das Wasser mindestens 26 Grad warm ist und stark verdunstet. Ihre Stärke wird nach der von den Meteorologen Herbert Saffir und Robert Simpson entwickelten Skala eingeteilt. Demnach ist in den USA bei einer maximalen Windgeschwindigkeit unter 63 Kilometern pro Stunde von einem Tropentief die Rede. Bei Tempo 63 bis 118 gilt es als Tropensturm, darüber wird Hurrikanstärke erreicht. Ein Hurrikan der Kategorie 1 reicht bis Tempo 153. Stufe 2 gilt bis 177, Stufe 3 bis 208 und Stufe 4 bis 251 Kilometer pro Stunde. Hurrikans der höchsten Kategorie 5 haben eine Windgeschwindigkeit von mehr als 252 Kilometern pro Stunde.

Hurrikane erzeugen zwar enorme Windgeschwindigkeiten, bewegen sich aber oft nur mit etwa 15 Kilometern in der Stunde vorwärts. Das ist verheerend, weil Niederschläge dann stunden- oder tagelang auf fast dasselbe Gebiet niederprasseln.

Oft nehmen Wirbelstürme bei ihrem Zug über das Meer an Stärke zu. Über Land verlieren sie schnell an Kraft, da der Nachschub feuchtwarmer Luftmassen fehlt. Bei Windgeschwindigkeiten unter 120 Kilometern pro Stunde wird ein Hurrikan zu einem Tropensturm herabgestuft.

Für die Einwohner von sieben Bezirken an der Küste war eine Evakuierung angeordnet worden, sie müssen dieser aber nicht folgen. Es wurde erwartet, dass "Harvey" in den kommenden Tagen über den Südosten von Texas zieht. Potenziell betroffen ist ein von 16 Millionen Menschen bewohntes Gebiet zwischen der Stadt Brownsville und Houston mit einem Küstenstreifen von etwa 560 Kilometern Länge.

Hurrikan Harvey | Bildquelle: dpa
galerie

Aus Corpus Christi werden erste Schäden gemeldet.

Karte: Texas, USA
galerie

In der potenziell bedrohten Region leben rund 16 Millionen Menschen.

Mit Informationen von Marc Hoffmann, ARD-Studio Washington.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 26. August 2017 um 12:00 Uhr.

Darstellung: