Drei Menschen laufen im Südsudan über verbranntes Weideland.  | Bildquelle: dpa

Appell von UN und IKRK Hungernde erhalten kaum Hilfe

Stand: 22.03.2017 12:19 Uhr

Bereits Mitte Februar schlug UN-Generalsekretär Guterres Alarm: Um den Hunger in Afrika und im Jemen zu stoppen, müsse die Weltgemeinschaft 4,4 Milliarden US-Dollar bereitstellen. Doch bislang sind nur zehn Prozent eingetroffen - und die Krisen verschärfen sich.

Die Vereinten Nationen beklagen mangelnde Hilfe für mehr als 20 Millionen hungernde Menschen in Afrika und im Jemen. Für die Männer, Frauen und Kinder im Südsudan, in Somalia, in Nordost-Nigeria und im Jemen hätten Geber erst 422 Millionen US-Dollar bereitgestellt, sagte der Sprecher des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe, Jens Laerke. Das sind nur etwa zehn Prozent der Summe, die UN-Generalsekretär António Guterres vor einem Monat gefordert hatte.

Er hatte die Weltgemeinschaft dazu aufgerufen, 4,4 Milliarden US-Dollar zu geben. Es gelte Hungerkatastrophen in den vier Konfliktländern zu verhindern. Die Gewalt habe die Nahrungsmittelproduktion in den Gebieten zerstört.

UNICEF warnt vor Hunger-Katastrophe in Afrika
tagesschau 14.00 Uhr, 22.03.2017, Wolfgang Wanner, ARD Genf

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Aufruf betrifft eigentlich alte Forderung

Die UN baten mit dem Aufruf nicht um zusätzliches Geld, wie Laerke erläuterte. Vielmehr waren die Summen in dem meist schon Ende 2016 verkündeten Bedarf für die einzelnen Länder enthalten. Guterres forderte die Regierungen lediglich auf, das Geld früher als womöglich geplant zu überweisen, um die akute Krise zu bewältigen.

Ein Junge sitzt am 9. März vor einer Notunterkunft für Dürreopfer in Somalia | Bildquelle: AP
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Nicht nur Konflikte, sondern auch Dürren verschärfen die Lage.

Die Hilfsorganisationen der UN brauchen bis Ende März das Geld, um Lebensmittel, Wasser und Medikamente an Millionen notleidende Menschen zu liefern. Im Südsudan und im Jemen gibt es schwere bewaffnete Konflikte, der zerfallene Staat Somalia leidet unter anhaltender Gewalt, und im Nordosten Nigerias überzieht die islamistische Terrormiliz Boko Haram die Menschen mit einer Terrorkampagne.

Auch IKRK warnt vor massiver Krise

Unterdessen warnte auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), dass sich die Hungerkrise in Afrika und im Jemen verschlimmert. "Wir haben es mit einer massiven Krise zu tun", so der Einsatzleiter Dominik Stillhart. Nach dem Spendenaufruf des IKRK in Höhe von 400 Millionen Dollar sei bislang nur ein Viertel eingegangen.

Die Hilfe müsse schnell und deutlich ausgeweitet werden. "20 Millionen Menschen sind in Gefahr zu verhungern. Das sprengt klar den Rahmen dessen, was wir normalerweise sehen", sagte Stillhart. Neben der akut nötigen Lebensmittelhilfe müssten die Anstrengungen verstärkt werden, die Konflikte zu lösen. Er zeigte sich aber optimistisch, dass das Schlimmste abgewendet werden könne, wenn die Weltgemeinschaft rasch reagiere.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. März 2017 um 12:00 Uhr.

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