Indien und Nepal: Mehr als 170 Hochwasser-Tote

Überschwemmungen nach Unwettern

170 Hochwasser-Tote in Indien und Nepal

Überschwemmungen in Indien (Bildquelle: REUTERS)
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Die Menschen in Indien und Nepal kämpfen gegen schwere Überschwemmungen.

Schwere Überschwemmungen in Indien und Nepal haben in den vergangenen Tagen mehr als 170 Todesopfer gefordert. Rettungskräfte versuchen, etwa 63.000 Touristen und Pilger zu erreichen, die vor allem im Norden Indiens festsitzen. Auch in Indiens Hauptstadt Neu-Delhi mussten sich 1500 Bewohner vor den Fluten in Sicherheit bringen.

Es wird befürchtet, dass die Opferzahl weiter steigt. Viele Menschen gelten noch immer als vermisst, Hunderte sind obdachlos. Tags zuvor war noch von deutlich weniger Opfern ausgegangen worden.

Monsun setzt unerwartet früh ein

Die Menschen wurden von dem früher als erwartet einsetzenden Monsun überrascht. Nach Angaben von Meteorologen setzten die heftigen Regenfälle zwei Wochen eher ein. Der Ganges und mehrere Nebenflüsse traten daraufhin über die Ufer.

Retter versuchen mit Helikoptern, abgeschnittene Orte zu erreichen und Nahrungsmittel zu verteilen sowie Opfer zu bergen. Fernsehbilder zeigen eingestürzte Brücken sowie zerstörte Wohnhäuser und Hotels. Die Fluten haben zentrale Straßen beschädigt, in einigen Regionen fiel der Strom aus.

Indische Rettungskräfte konnten nach eigenen Angaben bereits mehr als 10.000 gestrandete Touristen und Pilger in Sicherheit bringen. Etwa 5000 Soldaten seien in den am schwersten betroffenen Gebieten im Einsatz.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 19. Juni 2013 um 20:00 Uhr.

Stand: 19.06.2013 14:31 Uhr

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