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Gesundheitsbehörde genehmigt erstmals Präparat
Medikament in den USA zum Schutz vor HIV zugelassen
Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat erstmals ein Medikament zum Schutz vor HIV-Infektionen zugelassen. Die Tabletten mit dem Namen Truvada können demnach auf den Markt gebracht werden, "um das HIV-Ansteckungsrisiko gesunder Menschen mit hohem Infektionsrisiko zu verringern", teilte FDA mit.
Die Behörde folgte damit einer Empfehlung eines Ausschusses unabhängiger Experten, der im Mai geraten hatte, das Medikament des Pharmakonzerns Gilead Sciences zuzulassen.
Gedacht für Risikogruppen
Truvada ist vor allem für Risikogruppen gedacht, beispielsweise für Partner von HIV-Infizierten. Das Medikament soll einmal am Tag eingenommen werden. Kondome müssen der Behörde zufolge aber unbedingt zusätzlich verwendet werden.
Die FDA stützt sich bei der Zulassung vor allem auf zwei Studien mit heterosexuellen und homosexuellen Menschen. Bei beiden Gruppen minderte Truvada das Risiko der Ansteckung mit HIV deutlich. Weitere Studien mit Truvada laufen. Als Kombinationsmedikament zur Aids-Therapie ist das Mittel bereits zugelassen.
Zulassung des Medikaments umstritten
Kritiker warnen jedoch davor, dass Truvada dazu verleiten könnte, das HIV-Infektionsrisiko zu unterschätzen. Zudem ist die Einführung unter anderem wegen der hohen Kosten von bis zu 14.000 Dollar (11.500 Euro) pro Jahr und Therapie umstritten. Ärzte befürchten auch, dass HI-Viren eine Resistenz gegen Truvada ausbilden könnten.
Stand: 16.07.2012 22:11 Uhr
