Gedenken in Hiroshima | Bildquelle: AFP

Bombenabwurf auf Hiroshima vor 71 Jahren Bürgermeister fordert atomwaffenfreie Welt

Stand: 06.08.2016 10:09 Uhr

Japan hat des Atombombenabwurfs auf Hiroshima vor 71 Jahren gedacht. Bei der Zeremonie forderte Bürgermeister Matsui die Welt auf, sich zu vereinen, um alle Nuklearwaffen abzuschaffen. Sein Land forderte er zur Rückkehr zur pazifistischen Verfassung auf.

Japan hat an die Opfer des Atombombenabwurfs auf Hiroshima vor 71 Jahren erinnert. Vor rund 50.000 Teilnehmern einer Gedenkzeremonie im Friedenspark der Stadt erneuerte Bürgermeister Kazumi Matsui seine Forderung nach einer Welt ohne Nuklearwaffen.

Zudem drängte er Staats- und Regierungschefs, dem Beispiel von Barack Obama zu folgen, der im Mai als erster amtierender US-Präsident das Mahnmal in Hiroshima aufgesucht hatte. Um 08.15 Uhr (Ortszeit) - dem Zeitpunkt, als die Atombombe vor 71 Jahren über Hiroshima abgeworfen wurde - legten die Teilnehmer der Gedenkfeier eine Schweigeminute.

Die Staaten mit Atomwaffen müssten den Mut haben, sich der Logik der Furcht zu entziehen und eine Welt ohne diese Waffen" anstreben, erklärte Matsui in Anlehnung an Obamas Ansprache in Hiroshima. Die politischen Entscheidungsträger müssten dazu angehalten werden, ein auf Vertrauen und Dialog fußendes Sicherheitssystem zu schaffen. "Zu diesem Zweck dränge ich noch einmal die Führer aller Nationen, die atomwaffenbombardierten Städte zu besuchen", sagte Matsui.

Japan begeht 71. Jahrestag des Atombombenabwurfs von Hiroshima
06.08.2016, tagesschau 13:25 Uhr

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Mahnung an Abe

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe forderte der Bürgermeister von Hiroshima zudem auf, von einer Änderung der pazifistischen Verfassung zugunsten größerer Befugnisse fürs Militär Abstand zu nehmen. "Eine nuklearwaffenfreie Welt würde den noblen Pazifismus der japanischen Verfassung offenbaren", riet Matsui. Abe erklärte in seiner Rede, dass Japan als einziges Land, das unter Atombombenabwürfen zu leiden hatte, zwar an seinen nichtnuklearen Prinzipien festhalten werde, zugleich aber für eine Kooperation zwischen Atommächten und nichtnuklearen Staaten werben werde.

In Hiroshima hatten die USA am 6. August 1945 während des Zweiten Weltkriegs erstmals eine Atombombe abgeworfen. Diese tötete etwa 140.000 Menschen. Nach 70.000 weiteren Toten beim zweiten Atombombenabwurf drei Tage später in Nagasaki kapitulierte Japan und beendete damit den Zweiten Weltkrieg. Seitdem starben über 300.000 "Hibakusha", also Überlebende der Atombombenabwürfe, im vergangenen Jahr waren es 5511. Viele Überlebende sind zwar mittlerweile über 80 Jahre alt, leiden aber an den Folgen.

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