Barbara Hendricks | Bildquelle: BMUB/Sascha Hilgers

Klimagipfel in Marrakesch Hendricks lobt deutsche Klimapolitik

Stand: 14.11.2016 20:24 Uhr

Ein halbes Jahr wurde um den deutschen Klimaschutzplan gerungen, nun durfte Umweltministerin Hendricks das Papier endlich präsentieren. Deutschland nehme das Abkommen von Paris ernst, sagte die Umweltministerin auf der Klimakonferenz in Marrakesch.

Umweltministerin Barbara Hendricks hat in Marrakesch den deutschen Klimaschutzplan vorgestellt. Die Strategie zum CO2-Sparen sei eine "klare Ansage", dass Deutschland die Ziele des Klimaabkommens von Paris ernst nehme, sagte die SPD-Politikerin bei der Präsentation auf dem Klimagipfel. "Mit diesem Klimaschutzplan können wir uns durchaus international sehen lassen", sagte Hendricks.

BMUB @bmub
BM #Hendricks: Mit d. heute beschlossenen #Klimaschutzplan können wir uns international sehen lassen #KSP2050 @COP22 https://t.co/9UAlLb7MTY

55 Prozent weniger Treibhausgase

Der Klimaschutzplan legt erstmals fest, wie viel klimaschädliche Treibhausgase einzelne Sektoren wie Landwirtschaft, Verkehr oder Energieerzeugung einsparen müssen, damit Deutschland bis zur Mitte des Jahrhunderts annähernd klimaneutral wird. Die erste Zielmarke ist 2030. Insgesamt soll Deutschland dann mindestens 55 Prozent weniger Treibhausgase verursachen als 1990.

Allerdings sind keine Sanktionen vorgesehen, falls die Ziele nicht erreicht werden. Die Strategie wurde nicht in Gesetzesform gegossen, sondern solle Orientierung für strategische Entscheidungen bieten, sagte Hendricks. Umweltschützer und die Opposition halten den deutschen Plan für wenig ehrgeizig. Insbesondere kritisieren sie, dass der Kohleausstieg darin kaum noch eine Rolle spielt.

Hendricks zählt auf Trump

In Marrakesch äußerte sich Hendricks auch zur US-Klimapolitik. Sie sei zuversichtlich, dass sich der künftige US-Präsident Donald Trump an internationale Abkommen zum Klimaschutz halten werde. Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, er wolle das Pariser Klimaschutzabkommen aufkündigen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandradio Kultur am 14. November 2016 um 07:11 Uhr

Darstellung: