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Attentat in Dänemark

Islam-Kritiker übersteht Angriff unverletzt

Ein Attentäter hat in Kopenhagen auf den prominenten dänischen Islam-Kritiker Lars Hedegaard geschossen. Nach einem Handgemenge konnte der Täter unerkannt fliehen. Die sofort eingeleitete Großfahndung mit einem massiven Polizeiaufgebot im Bezirk Frederiksberg blieb bislang ohne Erfolg. Der Angreifer, den die Polizei als "ausländisch" und 20 bis 25 Jahre alt beschrieb, hatte an der Haustür des Schriftstellers geklingelt unter dem Vorwand, ein Paket liefern zu wollen. Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt nannte den Anschlag gegen Hedegaard "abscheulich".

Die Kopenhagener Polizei untersucht den Tatort nach dem Anschlag auf den Islam-Kritiker Hedegaard
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Die Kopenhagener Polizei untersucht den Tatort.

Der Islam-Kritiker Lars Hedegaard
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Ziel des Anschlags: Der Islam-Kritiker Lars Hedegaard

Hedegaard ist Vorsitzender der dänischen Gesellschaft für Pressefreiheit und profiliert sich als betont scharf formulierender Islamkritiker.

Reihe von Anschlägen auf Islam-Kritiker

In Dänemark hatte es in der Vergangenheit wiederholt Mordanschläge auf Islam-Kritiker gegeben. Die von "Jyllands-Posten" veröffentlichten Mohammed-Karikaturen hatten Anfang 2006 zunächst gewaltsame Proteste in der islamischen Welt ausgelöst, bei denen mehr als 150 Menschen starben. In den folgenden Jahren konnten in Dänemark und im benachbarten Schweden mindestens vier Mordanschläge verhindert werden. Der Karikaturist Kurt Westergaard überstand 2010 ein Attentat in seinem Haus nur knapp. Der schwedische Künstler Lars Vilks, der eine Zeichnung mit dem Propheten Mohammed ausgestellt hatte, war zweimal Ziel eines Anschlags.

Stand: 05.02.2013 18:41 Uhr

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