Gäste eines Hotels werden mit Booten gerettet. | Bildquelle: AFP

Tropensturm "Harvey" Houston kämpft gegen das Hochwasser

Stand: 28.08.2017 07:00 Uhr

Der Tropensturm "Harvey" bleibt hochgefährlich. Massiver Regen setzte Teile von Südtexas unter Wasser. Stark betroffen ist die Metropole Houston. Viele Freiwillige helfen bei der Evakuierung, weitere Soldaten wurden in Marsch gesetzt.

Die Überschwemmungen, die der Tropensturm "Harvey" mit seinem Starkregen im Süden des US-Bundesstaates Texas verursacht, nehmen weiter zu. Mindestens zwei Menschen kamen im Zusammenhang mit dem Sturm ums Leben.

Das Wasser drückt in der Region um die Metropole Houston in die Häuser. In der Stadt leben etwa 2,3 Millionen Menschen, im Großraum Houston sind es 6,5 Millionen.

Viele Menschen packen ihre Habseligkeiten in Koffer und waten durch das Wasser zu Evakuierungspunkten. Tausende werden mit Booten und Helikoptern aus den Wassermassen gerettet. Bis in die Innenstadt Houstons hinein sind Straßen unpassierbar, nach Behördenangaben sind alle Autobahnen in der Umgebung überschwemmt. Der Internationale Flughafen wurde bis auf Weiteres geschlossen. Auch die Schulen sind mindestens bis zum 5. September geschlossen.

Derzeit wird die Evakuierung eines Krankenhauses vorbereitet. Das Untergeschoss der Klinik war überflutet worden, die Stromversorgung des Krankenhauses sei davon jedoch nicht betroffen, erklärte der Sprecher der Einrichtung. Jedoch sei die Küche der Klinik geschlossen worden, weshalb es nur noch einen beschränkten Vorrat an Essen für die Patienten gebe.

Houston kämpft gegen die Fluten
tagesschau 9:00 Uhr, 28.08.2017, Markus Schmidt, ARD Washington

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Welle der Hilfsbereitschaft

Viele Menschen bieten ihre Hilfe an. Sie setzen Boote und Fahrzeuge ein, um die Menschen aus den Fluten zu evakuieren. Behörden und Augenzeugen sprachen von einer überwältigenden Welle der Hilfsbereitschaft von Nachbarn und privaten Bootsbesitzern.

Auch aus anderen Bundesstaaten kommt Hilfe. 3000 Mitglieder der Nationalgarde sind nach Angaben von Gouverneur Greg Abbott teils mit Booten und Helikoptern im Einsatz. 1000 weitere Soldaten sollen entsandt werden. Doch zumeist komme es auf die Ersthelfer an, Leben zu retten, sagt Abbott.

Die Stadt Dallas beschloss, das Kongresszentrum als Notunterkunft zu öffnen. Der Staat Texas habe offiziell angefragt, das Kay Bailey Hutchinson Convention Center ab Dienstagmorgen für etwa 5000 Menschen zu öffnen, teilte der Leiter des Katastrophenzentrums von Dallas mit.

US-Präsident Donald Trump besucht am Dienstag Texas. Einzelheiten würden noch ausgearbeitet, teilte das US-Präsidialamt mit.

Schwere Überflutungen in Houston. | Bildquelle: AP
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Straßen sind Flüsse: Schwere Überflutungen in Houston.

Noch mehr Regen

Bei "Harvey" sei nicht der Wind das Schlimmste, erklärt Karl Schultz von der US Coast Guard: "Fälschlicherweise meinen manche Leute, dass der Wind das Problem ist. Aber aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Das Wasser ist das größere Problem. Wir bekommen noch mehr Wasser in den nächsten Tagen. An alle Bürger, die mit ihren Booten helfen: Wir brauchen Euch."

Der Nationale Wetterdienst erklärte, die Auswirkungen des Sturms seien beispiellos und überstiegen alle Erwartungen. Zudem gibt es Tornadowarnungen und der Regenfall könte noch bis Donnerstag oder Freitag andauern. Weil der Tropensturm wegen eines nördlich gelegenen Hochdruckgebiets festhängt, bringt er dauerhaft massive Regenfälle.

Kein Strom

Die 10.000-Einwohnerstadt Rockport nordöstlich von Corpus Christi wurde am Freitag von der Wucht des Sturms getroffen. Sie bot ein Bild der Verwüstung: Umgestürzte Strommasten, Holzrahmen von auseinandergerissenen Häusern waren mit anderen Trümmerteilen auf Straßen verteilt.

Der 3800-Einwohnerort Port Aransas, der auf einer Insel vor der Küste liegt, meldete ebenfalls erhebliche Schäden. Polizei und Bergungskräfte mit schwerem Gerät schafften es nur bis zum nördlichen Ortsrand. Rund 300.000 Haushalte schnitt "Harvey" von der Stromversorgung ab.

In der Region ist fast die Hälfte der US-Raffinerie-Kapazität angesiedelt, im Golf von Mexiko selbst erfolgt knapp ein Fünftel der Öl-Produktion des Landes. Die Energieproduktion wurde unterbrochen. Konzerne wie Royal Dutch Shell, Anadarko Petroleum und Exxon evakuierten ihre Öl- und Gasplattformen vor der Küste. Wie Exxon legte auch Shell nach eigenen Angaben eine Raffinerie sowie eine Chemiefabrik still. Mehr als 110 Ölplattformen im Golf von Mexiko sind evakuiert.

Mit Informationen von Martina Buttler, ARD Washington

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Hurrikan "Harvey"

Fluten in Houston

Überflutete Straßen, geschlossene Flughäfen und evakuierte Krankenhäuser - starke Regenfälle haben die texanische Millionenmetropole Houston ins Chaos gestürzt. Der internationale Flughafen Houstons wurde bis auf Weiteres geschlossen. Die Schulen bleiben mindestens bis zum 5. September geschlossen. | Bildquelle: REUTERS

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 27. August 2017 um 22:40 Uhr und die tagesschau am 28. August 2017 um 09:00 Uhr.

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