Autos stehen teilweise komplett unter Wasser | Bildquelle: REUTERS

Überschwemmungen durch "Harvey" "Sucht höher gelegene Gebiete auf!"

Stand: 27.08.2017 17:35 Uhr

Erst sorgte "Harvey" für Verwüstungen - jetzt für Überschwemmungen: Zwar ist er zum Tropensturm herabgestuft worden, doch hängt er jetzt über der Region fest und bringt anhaltenden heftigen Regen. In Houston steht das Wasser in manchen Straßen hüfthoch.

"Harvey" ist zwar zum Tropensturm herabgestuft - doch als solcher sorgt er für verheerende Überflutungen im südlichen US-Staat Texas. Denn anhaltender sintflutartiger Regen führte in vielen Teilen der Stadt Houston zu massiven Überschwemmungen. Das Wasser steht zum Teil hüfthoch in den Straßen. Autos versinken in den Fluten. Dem Sender CNN zufolge mussten in der Nacht mehr als 1000 in ihren Fahrzeugen oder Häusern eingeschlossene Menschen in Sicherheit gebracht werden.

Mehr als 2000 Notrufe gingen in der Stadt nach Angaben des Bürgermeisters ein. Das Kongresszentrum der Stadt wurde als Notunterkunft geöffnet.

Für weite Teile der Metropole wurde der Springflut-Notstand ausgerufen - die höchste Alarmstufe bei Überschwemmungen. "Diese Lage ist besonders gefährlich", warnte der Nationale Wetterdienst. "Sucht höher gelegene Gebiete auf, jetzt!" Der zuständige Bezirkssheriff Ed Gonzalez bat die Behörden anderer Städte, mit Booten auszuhelfen. Einwohner wurden aufgerufen, sich nicht auf die Dachböden ihren Häuser zu retten, sondern auf die Dächer, damit sie aus der Luft geborgen werden könnten.

Tropensturm "Harvey" sorgt für heftige Regenfälle und Überschwemmungen
tagesschau 20:00 Uhr, 27.08.2017, Markus Schmidt, ARD New York

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Wetterlage sorgt für tagelangen Regen

Auch in anderen Teilen von Südtexas machte sich "Harveys" Macht immer schlimmer bemerkbar - mehr als 24 Stunden, nachdem er als Hurrikan der zweitstärksten Stufe vier das Festland erreicht und sich dann abgeschwächt hatte. Weil der Tropensturm wegen eines nördlich gelegenen Hochdruckgebiets praktisch festsitzt, bringt er dauerhaft so massive Regenfälle, dass manche Gebiete Behördenangaben zufolge bald nur noch per Boot zu erreichen sein könnten. Die Rekordniederschläge sollen zudem nach Voraussagen der Meteorologen bis Mitte der Woche anhalten.

Offiziell gibt es bisher zwei Tote. Doch noch mehrere Dutzend Menschen werden vermisst. Der Chef der US-Katastrophenhilfe FEMA, Brock Long, hält "Harvey" für einen Sturm, der nicht mit "Katrina" zu vergleichen sei: "Jeder Sturm ist anders. Es ist ein Sturm, wie ihn die USA noch nie gesehen haben. Er fing als Hurrikan der Kategorie 4 mit Sturmfluten an - und ist nun eine Gefahr für mehrere Tage im Inland mit sintflutartigen Regenfällen."

Eine Kinder-Intensivstation brachte mit einem Flugzeug mehrere besonders schwache Babys in andere Krankenhäuser, damit sie dort zuverlässig versorgt werden können. Drei Gefängnisse mit mehr als 4000 Insassen wurden evakuiert. Jason Clark vom Department of Criminal Justice hatte angekündigt, bis Sonntagfrüh Gefangene in den Osten von Texas zu verlegen.

1/17

Hurrikan "Harvey"

Fluten in Houston

Überflutete Straßen, geschlossene Flughäfen und evakuierte Krankenhäuser - starke Regenfälle haben die texanische Millionenmetropole Houston ins Chaos gestürzt. Der internationale Flughafen Houstons wurde bis auf Weiteres geschlossen. Die Schulen bleiben mindestens bis zum 5. September geschlossen. | Bildquelle: REUTERS

Gebäude zerstört, Bäume umgestürzt

Dort, wo der Sturm an Land getroffen war, verwüstete "Harvey" mehrere texanische Küstenstädte. Vor allem in Rockport stürzten Häuser ein, wurden Dächer abgedeckt und Bäume umgeknickt. Dort beginnen nun die Aufräumarbeiten. "Zahlreiche Gebäude sind komplett platt", berichtet ein Einwohner. "Bei mir sind Eichenbäume, die Hunderte Jahre alt waren, umgekippt. Und auf meinem Dach habe ich derzeit einen Magnolienbaum." Der Mann erzählt, wie er in seinem Haus gesessen und den Sturm erlebt hat. "Das ist das letzte Mal, dass ich sowas ausgesessen habe. Ich habe nicht geschlafen. Es klang wie ein Zug mit eckigen Rädern, und ich wusste nicht, wann mein Dach wegfliegen würde."

Mehr als 300.000 Menschen sind immer noch ohne Strom. Es kann noch Tage dauern, bis sich das ändert. Der Stromversorger Ercot erwartet, dass bald noch mehr Menschen im Dunkeln sitzen wegen des heftigen Regens in der Gegend von Houston.

Mit Informationen von Martina Buttler, ARD-Studio Washington.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. August 2017 um 13:15 Uhr.

Darstellung: