Überschwemmte Straßen in Houston | Bildquelle: AFP

Sturm "Harvey" Trump verspricht Texas Bundeshilfen

Stand: 29.08.2017 03:57 Uhr

US-Präsident Trump hat den vom Tropensturm "Harvey" betroffenen Regionen finanzielle Hilfen zugesagt. Heute reist er nach Texas, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Die Zahl der Todesopfer durch den Sturm stieg inzwischen auf mindestens sieben.

Kurz vor einer Reise in die Katastrophengebiete von Texas hat US-Präsident Donald Trump die Bewohner auf einen langen und schwierigen Wiederaufbau nach Sturm "Harvey" eingestimmt. Im Moment habe die Sicherheit Vorrang, sagte Trump vor Journalisten in Washington. "Alle mir untergeordneten Ressourcen stehen den Behörden vor Ort zur Verfügung." Die Rettung von Menschenleben habe Vorrang.

Trump in Texas erwartet

Trump will sich gemeinsam mit First Lady Melania heute ein Bild von der Hochwassersituation in Texas machen. Der Präsident hatte zuvor erklärt, er wolle mit seinem Besuch nicht die Rettungsarbeiten stören. Deshalb wird er nicht in den am schlimmsten betroffenen Regionen erwartet - auch nicht in Houston.

Der Präsident verwies zudem auf hohe Kosten für den Wiederaufbau: Dieser werde "sehr teuer". Laut einer Schätzung der US-Großbank JP Morgan könnten die versicherungspflichtigen Schäden durch den Hurrikan bis zu 20 Milliarden Dollar betragen. Und offenbar sind etwa die Hälfte der betroffenen Immobilienbesitzer nicht gegen Wasserschäden versichert. Trump versprach, den betroffenen Regionen mit Bundesmitteln zu helfen. Er erklärte, der Kongress werde sich schnell um ein "Multi-Milliarden-Dollar"-Hilfspaket bemühen. "Das wird sehr schnell passieren", so der Republikaner. Die Zahlungen dürften den bereits angespannten US-Haushalt jedoch weiter belasten.

"Land unter" im Südosten von Texas
tagesthemen 22:30 Uhr, 28.08.2017, Verena Bünten, ARD Washington

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Weitere Tote

Infolge der sintflutartigen Regenfälle durch "Harvey" sind nach Behördenangaben sieben Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl dürfte jedoch noch steigen. In Texas starben sechs weitere Menschen; noch ist aber nicht klar, ob die Todesfälle in Verbindung mit der Naturkatastrophe stehen, sagte Tricia Bentley, Sprecherin der Rechtsmedizin im County Harris, zu dem auch die Millionenmetropole Houston gehört. US-Medien berichten, darüberhinaus sei eine sechsköpfige Familie ums Leben gekommen, als ihr Fahrzeug in den Fluten stecken blieb. Diese Meldung ist jedoch nicht offiziell bestätigt.

Durch den Sturm sind bis zu 30.000 Menschen vor allem in Houston obdachlos geworden. Etwa 8000 Menschen befinden sich in Notunterkünften, berichtet der US-Sender CNN. 5000 davon sollen allein im Houston Convention Center Zuflucht gesucht haben.

Eine Notunterkunft in Houston | Bildquelle: AFP
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Tausende Menschen müssen in Notunterkünften übernachten.

Heftigster Sturm seit über 50 Jahren

Mindestens 2000 Menschen wurden in den vergangenen Tagen von der Polizei und Rettungskräften in Sicherheit gebracht, oft wurden sie per Hubschrauber von Dächern gerettet. In den gefluteten Häusern sitzen wahrscheinlich noch zahlreiche weitere Personen fest.

"Harvey" ist mit Windgeschwindigkeiten von über 200 Kilometern in der Stunde der heftigste Sturm in Texas seit 1961. Der internationale Flughafen Houstons wurde bis auf Weiteres geschlossen. Auch die Schulen öffnen nicht vor dem 5. September. Manche Gebiete sind möglicherweise monatelang unbewohnbar. In Houston leben etwa 2,3 Millionen Menschen, im Großraum sind es 6,5 Millionen.

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Hurrikan "Harvey"

Fluten in Houston

Überflutete Straßen, geschlossene Flughäfen und evakuierte Krankenhäuser - starke Regenfälle haben die texanische Millionenmetropole Houston ins Chaos gestürzt. Der internationale Flughafen Houstons wurde bis auf Weiteres geschlossen. Die Schulen bleiben mindestens bis zum 5. September geschlossen. | Bildquelle: REUTERS

Viel neuer Regen erwartet

Meteorologen rechnen damit, dass es noch bis Donnerstag oder sogar Freitag stark weiterregnen könnte. Erwartet wird, dass stellenweise bis zu 127 Zentimeter Regen pro Quadratmeter fallen - in den vergangenen drei Tagen waren es rund 65 Zentimeter. Laut CNN-Berichten wird das Zentrum von "Harvey" zunächst über den Golf von Mexiko ziehen, bevor der Sturm sich wieder Richtung Houston bewegt. Über dem Golf werde er weitere Feuchtigkeit aufnehmen und könnte somit mehr Regen bringen.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 28. August 2017 um 22:30 Uhr.

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