Zerstörungen in der Stadt Spring in Texas | Bildquelle: AP

Wirbelsturm in Texas "Harvey" teurer als "Katrina"

Stand: 03.09.2017 21:16 Uhr

Die Schäden, die der verheerende Wirbelsturm "Harvey" angerichtet hat, sind offenbar noch höher als bei "Katrina", der 2005 in New Orleans wütete. Der Gouverneur von Texas schätzt sie auf 150 bis 180 Milliarden Dollar.

Der Wirbelsturm "Harvey" hat nach Schätzung des Gouverneurs von Texas zwischen 150 und 180 Milliarden Dollar Schaden angerichtet. Er sei damit teurer als der Sturm "Katrina", der 2005 New Orleans verwüstet und mehr als 120 Milliarden Dollar Schaden verursacht habe, sagte Greg Abbott dem Sender Fox News. Auch die Zerstörungen des Wirbelsturm "Sandy" in New York seien 2012 geringer gewesen.

US-Präsident Donald Trump hatte den Kongress um zunächst 7,85 Milliarden Dollar Soforthilfe gebeten. Dabei handle es sich um eine Anzahlung, sagte Abbott. Allerdings könnte sich die Freigabe dieser Mittel verzögern, wenn es nicht gelinge, die Schuldenobergrenze anzuheben, sagte Finanzminister Steve Mnuchin. Diese Grenze wird im laufenden Monat erreicht. Trump hatte die Region am Samstag besucht und Hilfen für die von der Katastrophe betroffenen Regionen angekündigt.

Die Furcht vor Krankheiten ist groß

Der stärkste Wirbelsturm in Texas seit 50 Jahren hatte die Öl-Metropole Houston verwüstet. Mehr als eine Million Menschen waren vor "Harvey" in Sicherheit gebracht worden, Zehntausende sind wegen der enormen Schäden an ihren Häusern obdachlos. Mindestens 47 Menschen kamen ums Leben.

Zeitweise standen nach Angaben der Behörden 70 Prozent der Region um Houston 45 Zentimeter oder mehr unter Wasser. Die Wassermassen haben die Trinkwasserversorgung in vielen Gebieten zum Erliegen gebracht.

Anwohner tragen Möbel aus einem zerstörten Haus | Bildquelle: AP
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Zehntausende sind wegen der enormen Schäden an ihren Häusern obdachlos.

Die Furcht vor Krankheiten ist groß. Ein Viertel der Raffinerie-Kapazitäten der USA wurden geschlossen. Am Wochenende begann das große Aufräumen. Erste Raffinerien nahmen den Betrieb wieder auf. In vielen Regionen dürfte es aber noch lange dauern, bis die Wassermassen abgeflossen sind.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 04. September 2017 um 23:00 Uhr.

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