Die Chemiefabrik Arkema, von Wassermassen umschlossen | Bildquelle: dpa

Folgen von "Harvey" Explosionen in überfluteter Chemiefabrik

Stand: 31.08.2017 17:06 Uhr

"Harvey" zieht langsam weiter Richtung Norden der USA, doch auch in Texas bleibt die Lage dramatisch. In einer überfluteten Chemiefabrik nahe Houston kam es zu zwei Explosionen. Die Katastrophenschutzbehörde warnte vor Gesundheitsrisiken durch den Qualm.

Obwohl der Tropensturm "Harvey" inzwischen an Kraft verloren hat und Meteorologen ihn zu einem Tief herunter gestuft haben, ist die Lage in den betroffenen Gebieten weiter dramatisch. Das Hurrikan-Zentrum warnt noch immer vor lebensbedrohlichen Bedingungen durch Überschwemmungen.

In einer überfluteten Chemiefabrik im US-Bundesstaat Texas kam es zu zwei Explosionen. Schwarzer Rauch stieg bis zu zwölf Meter hoch über dem Gelände auf. Die Katastrophenschutzbehörde warnte vor massiven Gesundheitsrisiken, da der Qualm "unglaublich gefährlich" sei. Der Bezirkssheriff Ed Gonzales relativierte das Risiko jedoch: Von dem Rauch gehe keine Gefahr für die Öffentlichkeit aus. "Es ist nichts Giftiges", betonte Gonzales.

Die Region war zuvor evakuiert worden. Ein stellvertretender Sheriff wurde ins Krankenhaus gebracht, nachdem er Gase eingeatmet hatte. Weil an vielen Orten der Anlage in Crosby nordöstlich von Houston gefährliche Stoffe gelagert würden, bestehe das Risiko weiterer Explosionen, erklärte der Betreiber Arkema.

Ed Gonzalez @SheriffEd_HCSO
Operations meeting. Our @HCSOTexas Air Support crew, led by Lieutenant Plant, has been outstanding! #HoustonStrong https://t.co/bEvJNRIiuD

Der Konzern hatte zuvor mitgeteilt, in dem Werk stehe das Wasser fast zwei Meter hoch und habe die Kühlanlagen außer Betrieb gesetzt. Die dort gelagerten organischen Peroxide erwärmten sich nun, was zu massiven Detonationen und einem Großfeuer führen werde. Man sei mit den Behörden übereingekommen, das Feuer ausbrennen zu lassen.

Explosionen in Chemiewerk nahe Houston
tagesschau 20:00 Uhr, 31.08.2017, Verena Bünten, ARD Washington

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Ein Drittel von Houston unter Wasser

Houston - die viertgrößte Stadt der USA - steht Schätzungen zufolge zu einem Drittel unter Wasser. Die Behörden gehen inzwischen von mindestens 35 Toten aus, einige Menschen würden noch vermisst, hieß es.

In Houston sollten ab heute wieder einige Bahnen fahren und auch regulär wieder die Müllabfuhr zum Einsatz kommen, wie die Behörden mitteilten. Die Müllabfuhr müsse so schnell wie möglich zur Arbeit zurückkehren, sagte der Bürgermeister von Houston, Sylvester Turner. Denn es gebe viele Trümmer, die entsorgt werden müssten.

Claudia Buckenmaier, ARD Washington, zzt. Houston, mit aktuellen Informationen
nachtmagazin 00:50 Uhr, 31.08.2017

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Größte Ölraffinerie der USA geschlossen

In den texanischen Städten Beaumont und Port Arthur verschärfte sich die Situation. Innerhalb von 24 Stunden fielen 66 Zentimeter Regen pro Quadratmeter. Beide Orte liegen nahe der Grenze zu Louisiana - also in der Gegend, wo "Harvey" in der Nacht zu Mittwoch zum zweiten Mal auf Land getroffen war. In Port Arthur, das rund 160 Kilometer östlich von Houston entfernt ist, musste die größte Ölraffinerie der USA geschlossen werden. Im Süden des Staates liefen aus Öltankern mehr als 113.000 Liter Rohöl aus. In der Nähe von Westhoff traten nach Angaben des Bezirks mehr als 385 Barrel (etwa 61.000 Liter) aus, im Westen der Kleinstadt Hochheim waren es mehr als 316 Barrel (50.000 Liter). Es ist unklar, ob das ausgetretene Öl sichergestellt werden konnte. Eine Notunterkunft stand unter Wasser, sie wurde evakuiert.

"Harvey" zieht nun mit einer Geschwindigkeit von etwas mehr als 50 Kilometern pro Stunde in nördliche Richtung ins Landesinnere weiter. Da er nach wie vor große Regenmengen mitbringt, bereiten sich nun auch die US-Bundesstaaten Mississippi, Tennessee und Kentucky auf mögliche Überschwemmungen vor.

Aufatmen in Houston - das Wasser geht zurück
Marc Hoffmann, ARD zzt. Houston
31.08.2017 09:45 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 31. August 2017 um 12:00 Uhr.

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