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Militante Palästinenser haben seit Oktober 2001 rund 10.300 Raketen auf israelische Grenzstädte abgeschossen. Wie das auf die Zählung spezialisierte Sderot Media Center in der Grenzstadt Sderot weiter mitteilte, sind als Folge dieser Angriffe 32 Israelis getötet worden. Dazu gehören auch die vier Israelis, die seit Beginn der neuen Auseinandersetzung am vergangenen Samstag ums Leben gekommen sind. Weitere 600 Menschen sind den Angaben zufolge in den vergangenen sieben Jahren als Folge des Raketenbeschusses verletzt worden.
Die von militanten Palästinensern verwendeten Raketen haben inzwischen eine Reichweite von bis zu 40 Kilometer. Dadurch sind nach Angaben von Polizeisprecher Micky Rosenfeld eine Million Israelis direkt gefährdet. Die Raketen sind je nach Typ zwischen 1,60 Meter und über zwei Meter lang. Sie sind mit bis zu sechs Kilogramm Sprengstoff und zusätzlich oft auch mit Bolzen, Schrauben und Muttern gefüllt, um möglichst viele Menschen zu töten oder schwer zu verletzen.
[Bildunterschrift: Eine schwer verletzte Frau wird nach einem Raketeneinschlag in ein Krankenhaus gebracht. ]
Die relative geringe Zahl an Todesopfern im Vergleich zu den abgeschossenen Raketen ist unter anderem auf deren mangelnde Präzision und die fehlende Schussgenauigkeit zurückzuführen. Zahlreiche Raketen schlagen auf freiem Feld ein. Viele andere dagegen haben Wohnhäuser, Schulen, Hotels, Verwaltungsgebäude oder Unternehmen im israelischen Grenzgebiet getroffen.
Nach den Worten des stellvertretenden Sprechers im israelischen Außenministerium Andy David ist die geringe Zahl der israelischen Todesopfer vor allem auch auf die Bauvorschriften in Israel zurückzuführen. Danach muss es in allen neuen Gebäuden einen Luftschutzkeller geben. "Alle Israelis, die bei Angriffen ums Leben gekommen sind, haben sich im Freien aufgehalten", sagt David. Man dürfe aber nicht außer Acht lassen, dass die Raketen Panik verbreiten und möglichst viele Opfer verursachen sollten, sagte David.
In Sderot und anderen Grenzorten haben sich viele Israelis in ihre Einfamilienhäuser ein Zimmer als besonders gesicherten Schutzraum eingerichtet. Diese Räume haben zumeist Metalltüren und Fensterläden aus Metall. Schutzräume gibt es auch in mehrstöckigen Gebäuden, weil Bewohner der oberen Etagen sonst nicht genug Zeit haben, sich im Luftschutzkeller in Sicherheit zu bringen. Weil in Sderot viele Wohnblöcke in den 1950er Jahren gebaut wurden und damit keinen Luftschutzraum im Keller haben, stehen vor den Häusern Bunker auf der Straße. Schulen sind unter anderem mit Betonkonstruktionen über den Dächern gesichert worden.
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