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[Bildunterschrift: Nach den tagelangen Unruhen wegen der hohen Lebensmittelpreise ist Haitis Regierung gestürzt worden. ]
Die haitische Regierung des Premierministers Jacques Edouard Alexis ist wegen der hohen Preise für Lebensmittel gestürzt worden. Der Senat, die zweite Kammer des Parlamentes, entließ die gesamte Regierung. Er hatte Alexis bereits am Donnerstag zum Rücktritt aufgefordert. Laut der haitianischen Verfassung muss Präsident René Preval gemeinsam mit den Vorsitzenden der beiden Parlamentskammern einen neuen Regierungschef suchen. Alexis ist ein wichtiger Verbündeter Prevals.
Kurz zuvor hatte Preval angekündigt, als Maßnahme gegen die Krise werde der Reispreis durch Subventionen um gut 15 Prozent gesenkt. Der Preis für einen Sack solle von umgerechnet 31 auf 27 Euro fallen. Zuvor hatte er in seiner ersten Reaktion angesichts der Unruhen noch erklärt, er werde sich dem Druck der Straße nicht beugen.
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[Bildunterschrift: Haitis Premierminister Alexis muss nach den Unrugen sein Amt räumen. ]
Entgegen den Erwartungen von Beobachtern gingen die Unruhen, die das ärmste Land Amerikas seit über einer Woche erschüttern, auch nach dem Sturz der Regierung weiter. Bei neuen gewaltsamen Protesten in der Hauptstadt Port-au-Prince wurde ein UN-Polizist getötet. Der aus Nigeria stammende UN-Mitarbeiter sei von einem oder mehreren unbekannten Angreifern erschossen worden, sagte die Sprecherin der UN-Mission in Haiti. Die Gewalttaten und Plünderungen hatten sich zwar an den hohen Preisen entzündet. Die Demonstranten hatten aber den Rücktritt der Regierung gefordert.
Bei den Unruhen starben mindestens fünf Menschen, mehr als 40 wurden verletzt. Am Samstag wurde ein UN-Polizist aus Nigeria erschossen. Nach lokalen Presseberichten wurde ein zweite Polizist schwer verletzt.
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