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Im Zusammenhang mit Ermittlungen im Fall der Bank Hypo Group Alpe Adria (HGAA) gerät der 2008 verunglückte Rechtspopulist Jörg Haider aus Österreich in ein neues Licht.
Ermittler aus Österreich, Deutschland und der Schweiz seien im Fürstentum Liechtenstein auf Briefkastenfirmen gestoßen, die Haider zuzurechnen seien, berichtete das österreichische Nachrichtenmagazin "Profil". Haider habe zeitweise Zugriff auf 45 Millionen Euro gehabt. Aktuell seien wohl nur noch fünf Millionen Euro verfügbar. Unter Berufung auf Haiders Umfeld schreibt das Magazin, der Politiker habe bereits 2004 über den Verlust von Millionen geklagt, die ein Vertrauter bei Spekulationsgeschäften in den Sand gesetzt habe.
Woher das Geld stammt und wofür es gedacht war, sei noch unklar, berichtet das Blatt mit Bezug auf Justizkreise. Die Witwe des früheren Kärntner Landeshauptmannes, Claudia Haider, sagte der österreichischen Presseagentur APA, sie wisse nichts von den Konten. Bei der Verkündung der Erbschaft sei nichts dazu bekannt geworden. Haiders ehemaliger Pressesprecher sagte, er könne den Bericht weder bestätigen noch dementieren. Die genannten Summen erschienen ihm aber unrealistisch.
Insgesamt wurden laut "Profil" 46 Briefkastenfirmen in Vaduz und Schaan geöffnet. Über Liechtenstein könnten Schwarzgelder an Entscheidungsträger geflossen sein, so das Blatt.
Die Ermittler aus Österreich, Deutschland und Liechtenstein untersuchen mögliche Fälle von Untreue, Betrug und Bestechung rund um den Verkauf der inzwischen verstaatlichten Kärntner Hypo Group an die BayernLB im Jahr 2007. Die BayernLB soll die HGAA zu teuer gekauft haben und es gab Berichte, wonach die HGAA mit kroatischen Kriminellen zusammengearbeitet und Geldwäsche unterstützt habe. Bei den Ermittlungen spielt eine Rolle, inwieweit Haider als Landeshauptmann in den Verkauf der Kärntner HGAA involviert war.
Im Zuge der Ermittlungen in Liechtenstein wird zudem geprüft, ob bei der Privatisierung der Wohnungsbaugesellschaft Buwog im Jahr 2004 Korruption im Spiel war und wenn, ob der österreichische Ex-Finanzminister und Haider-Freund Karl-Heinz Grasser beteiligt war.
[Bildunterschrift: Nach dem Unfall stellte sich heraus, dass Haider betrunken und mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. ]
Haider war im Oktober 2008 im Alter von 58 Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Der Politiker war betrunken mit überhöhter Geschwindigkeit gegen einen Betonpfeiler gerast. Der Rechtspopulist war sehr umstritten, da er während seiner politischen Laufbahn auch über die Grenzen Österreichs hinaus mit zahlreichen Äußerungen zum Nationalsozialismus für Empörung sorgte. Bis zu seinem Unfalltod 2008 war Haider auch Parteichef des Bündnisses Zukunft Österreich (BZÖ), das er nach seinem Bruch mit der Freiheitlichen Partei (FPÖ) gegründet hatte.
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