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Hadsch in Saudi-Arabien hat begonnen

Zwischen Mekka, Mina und dem Berg Arafat

In Saudi-Arabien haben sich mehr als zwei Millionen Menschen aus aller Welt zum jährlichen Hadsch in Mekka versammelt. Hunderttausende reisten aus dem Ausland an, teilweise unter beschwerlichen Bedingungen. Viele Teilnehmer mussten Gesundheitskontrollen über sich ergehen lassen.

Von Hans Michael Ehl, ARD-Hörfunkstudio Kairo

Aufstieg auf den Berg Arafat
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Am Donnerstag besteigen die Pilger zum Höhepunkt der Hadsch den Berg Arafat.

Hunderttausende Menschen verbeugen sich an der Großen Moschee in Mekka zum Gebet. "Mir fehlen einfach die Worte, weil die ganze Erfahrung so wunderbar ist", sagt eine junge Pilgerin aus Großbritannien, die in diesem Jahr dabei ist. "All diese Leute aus der ganzen Welt nebeneinander im Gebet zu einem Gott und miteinander zu erleben. Wir sprechen verschiedene Sprachen, aber es gibt dieses eine Wort 'Salaam' - Frieden - das wir alle verstehen. Frieden sei mit dir, das ist überwältigend."

Ihr Partner sagt: "Jetzt hier zu sein ist so unglaublich. Das sind ganz wichtige Tage des intensiven Gebets. Und wir hoffen, dass Gott unsere Gebete erhört."

Traditionelle Pilgerfahrt Hadsch in Saudi-Arabien hat begonnen
H. M. Ehl, ARD-Hörfunkstudio Kairo
24.10.2012 16:37 Uhr

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Behörden rechnen mit zweieinhalb Millionen Teilnehmern

Die saudischen Behörden rechnen in diesem Jahr mit mindestens zweieinhalb Millionen Pilgern, die an der Wallfahrt teilnehmen. Nach einem festgelegten Plan beten sie an den wichtigsten Orten des Islams. Viele überwältigt die Erfahrung so, dass sie die Strapazen der Anreise und der Tage vor Ort gern hinnehmen.

"Wir haben erwartet, dass es anstrengend wird, aber Gott wird uns dafür belohnen", berichtet ein Pilger. "Unser Prophet Mohamed sagt: Der Lohn ist so groß wie die Mühe. Gott wird unsere Mühen belohnen." Ein anderer sagt: "Das ist der schönste Tag in unserem Leben, auf den wir so lange gewartet haben. Wir haben die Strapazen gern auf uns genommen und wünschen allen Muslimen, dass sie diese Ehre mal haben, hier sein zu können."

Pilgerreise nach Mekka
tagesschau 12:00 Uhr, 25.10.2012

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Verschärfte Kontrollen wegen Virus

Den beschwerlichsten Weg hatte in diesem Jahr wohl ein Pilger aus Bosnien. Der 47-Jährige war zehn Monate lang zu Fuß unterwegs, um die 5700 Kilometer nach Mekka zurückzulegen. Viele Pilger mussten bei der Einreise verschärfte Gesundheitskontrollen über sich ergehen lassen. Grund ist ein Vogelgrippe-ähnlicher Virus, an dessen Folgen in Saudi-Arabien bisher zwei Menschen gestorben sind.

Meldungen, saudische Behörden hätten Muslimen aus dem Bürgerkriegsland Syrien Einreisevisa zum Hadsch verweigert, wies der saudische Innenminister zurück. Es gehe um die Erfüllung einer religiösen Pflicht, da hätten politische Konflikte keinen Platz, so Prinz Ahmed bin Abdulaziz. "Die Wallfahrt wird von Dingen, die woanders stattfinden, nicht beeinträchtigt. Die Pilger kommen, um Gott zu ehren und ihre Pflicht zu erfüllen. Die unerfreulichen Ereignisse in Syrien und anderswo werden die Sicherheit der Wallfahrt nicht negativ beeinflussen."

Die diesjährige Wallfahrt endet am Samstag mit dem großen Opferfest, das von Muslimen weltweit gefeiert wird.

Stand: 24.10.2012 17:52 Uhr

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