Das Gebäude der

Pro-Assad-Hacker bekennt sich "New York Times"-Website lahmgelegt

Stand: 28.08.2013 17:18 Uhr

Hacker haben die Internetseite der "New York Times" abstürzen lassen. Die Internetseite, die zu den beliebtesten US-Nachrichtenseiten gehört, war mehrere Stunden lang nicht erreichbar. Den Angreifern gelang es, den sogenannten DNS-Eintrag zu ändern, mit dem Nutzer zu einer bestimmten Website geleitet werden. Die Zeitung veröffentlichte ihre Artikel während des Ausfalls auf Twitter und Facebook.

Zu der Attacke bekannte sich die "Syrian Electronic Army", die aus Unterstützern des syrischen Machthabers Baschar al-Assad bestehen soll. Auch ein Fotodienst beim Kurzmitteilungsdienst Twitter wurde so lahmgelegt.

Der IT-Chef der "New York Times", Marc Frons, erklärte, die Attacke gehe entweder auf die "Syrian Electronic Army" zurück, "oder jemanden, der sich große Mühe macht, sie zu sein". Die angebliche syrische Hackergruppe behauptete, auch die Web-Adresse der britischen Ausgabe der "Huffington Post" sowie die Website Twitter.com unter ihre Kontrolle gebracht zu haben. Laut Twitter war nur die Domain "twimg.com" betroffen, die für Fotos benutzt wird. Dadurch sei die Anzeige von Bildern zeitweise beeinträchtigt gewesen.

"New York Times"-Website lahmgelegt
T. Schmidt, ARD-Hörfunkstudio New York
28.08.2013 09:29 Uhr

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Bereits zahlreiche westliche Medien angegriffen

Die Gruppe hat sich bereits zu Attacken auf Twitter-Profile großer Medienunternehmen bekannt, darunter die "Financial Times", der britische Sender BBC und die US-Nachrichtenagentur AP. Über das Twitter-Profil von AP wurden Falschinformationen über Explosionen im Weißen Haus und eine Verletzung von Präsident Barack Obama verbreitet. Auch die französische Agentur AFP, der US-Sender CBS-News und das US-Satiremagazin "The Onion" wurden Berichten zufolge bereits Ziel von Attacken.

Die Gruppe wirft westlichen Medien vor, falsch über den Bürgerkrieg in Syrien zu informieren. Häufig nutzen die Hacker die kurzzeitige Kontrolle, um Propaganda-Botschaften zu verbreiten und etwa zur Unterstützung des Assad-Regimes aufzurufen. Die Passwörter werden meist über sogenannte Phishing-Attacken erbeutet, bei denen eine vertrauenswürdig aussehende E-Mail einen schädlichen Internet-Link enthält.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. August 2013 um 16:00 Uhr.

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