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Der von den US-Behörden mittlerweile in die zweithöchste Kategorie eingestufte Hurrikan "Gustav" hat viele Kubaner zum Verlassen ihrer Häuser veranlasst. Im ganzen Land wurden nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur AIN mindestens 240.000 Menschen vor dem herannahenden Sturm in Sicherheit gebracht, 190.000 davon in der tiefliegenden Tabakanbau-Provinz Pinar del Rio im Westen des Landes. Sämtliche Inlandsflüge sowie die Zug- und Busverbindungen in die Hauptstadt Havanna wurden als Vorsichtsmaßnahme eingestellt. Erste Ausläufer des Sturms knickten bereits zahlreiche Bäume um und deckten Dächer ab.
Es wurde erwartet, dass der bislang stärkste Sturm des Jahres mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 235 Stundenkilometern auf den Westen Kubas treffen wird. Noch am Wochenende könnten Berechnungen zufolge erste Ausläufer die Küste der USA erreichen.
In New Orleans, wo Hurrikan "Katrina" vor drei Jahren schwere Verwüstungen angerichtet hat, machte sich bereits große Angst breit. Zehntausende Menschen verließen die Stadt. Katastrophenschützer evakuierten erste küstennahe Regionen in den Bundesstaaten Louisiana und Mississippi. Die Behörden von New Orleans bereiteten die Stadt auf eine mögliche Evakuierung am Sonntagmorgen vor.
[Bildunterschrift: Auch auf Jamaika - wie hier in Kingston - richtete "Gustav" schwere Schäden an. ]
Schwere Zerstörungen hatte Hurrikan "Gustav" zuvor auf Jamaika angerichtet. Premierminister Bruce Golding teilte mit, Brücken seien schwer beschädigt und etwa 150 Häuser zerstört worden. Zahlreiche Straßen waren nach Erdrutschen und Überschwemmungen blockiert. Das Stromnetz brach zusammen. Etwa 4000 Menschen wurden in Notunterkünfte gebracht. Golding bestätigte zudem den Tod von mindestens elf Menschen, weitere würden vermisst. Auf seinem Weg durch die Karibik hat "Gustav" nach Behördenangaben bislang insgesamt 81 Menschenleben gefordert.
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