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Der Präsident des westafrikanischen Landes Guinea-Bissau ist von aufständischen Soldaten getötet worden. Joao Bernardo Vieira sei im Präsidentenpalast in der Hauptstadt Bissau erschossen worden, teilte der Sicherheitsberater des Ministerpräsidenten mit. Die Streitkräfte erklärten wenig später, sie hätten nicht vor, die Macht zu übernehmen und würden die verfassungsmäßige Ordnung respektieren. Die Ermordung des Präsidenten sei das Werk einzelner Soldaten, hieß es in der Erklärung der Streitkräfte weiter.
Bereits am Morgen waren rund um den Präsidentenpalast in der Hauptstadt Bissau über einen Zeitraum von mehreren Stunden hinweg Schüsse zu hören. Gestern Abend war der Chef der Armee, General Batista Tagme Na Wai, bei einem Anschlag getötet worden. Er galt als Rivale Vieiras. Ein Armeesprecher hatte den Präsidenten für den Anschlag verantwortlich gemacht.
[Bildunterschrift: Ein Bild aus dem November: Präsident Vieire verlässt seine Residenz, nachdem ein Putschversuch niedergeschlagen wurde. ]
Viera war seit 2005 im Amt. Bereits Ende November vergangenen Jahres hatten mehrere Soldaten den Präsidentschaftspalast in Bissau angegriffen und zwei von Vieiras Leibwächtern getötet. Guinea-Bissau hat in der Vergangenheit zahlreiche Putsche erlebt. Das Land ist eines der wichtigsten Drehkreuze der südamerikanischen Drogenmafia, die über Afrika Kokain nach Europa schmuggelt.
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