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18.03.2010

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Ausland
Soldaten richten Blutbad in Guinea an
Demonstration gegen Regierung

Soldaten richten Blutbad in Guinea an

Bei einer Demonstration gegen die Militärregierung im westafrikanischen Guinea sind Menschenrechtlern zufolge mindestens 58 Menschen von Sicherheitskräften erschossen worden. Tausende Anhänger der Opposition hätten sich in einem Stadion in der Hauptstadt Conakry versammelt, als Sicherheitsleute das Feuer eröffneten, sagte der Leiter der Guinean Human Rights Organisation, Thierno Maadjou Sow. Es sei zu befürchten, dass die Zahl der Toten noch steige.

Polizisten verhaften einen Regimegegner in Guines Hauptstadt Conakry (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Mit aller Macht: Polizisten verhaften einen Regimegegner in Conakry ]
Der britische Rundfunksender BBC berichtete, die Sicherheitskräfte seien mit scharfer Munition, Tränengas und Schlagstöcken gegen die Demonstranten vorgegangen, die gegen die Militärjunta protestierten. Ein Zeuge sagte, eine Polizeistation und mehrere Polizeifahrzeuge seien in Flammen aufgegangen. In den Krankenhäusern Conakrys wurden zudem zahlreiche Verletzte mit Schusswunden behandelt.

Oppositionspolitiker inhaftiert

Die Sicherheitsbehörden hatten die Kundgebung in einem Fußballstadion verboten. Dennoch versammelten sich Berichten zufolge rund 50.000 Menschen. Augenzeugen berichteten, das Stadion sei zu einer provisorischen Leichenhalle umfunktioniert. Mehrere Oppositionspolitiker, unter ihnen Cellou Diallo, der Leiter der Union der Demokratischen Kräfte von Guinea, wurden verhaftet.

Die Demonstranten hatten gegen Oberst Moussa Camara protestiert, der nach dem Tod von Präsident Lansana Conte im vergangenen Jahr einen unblutigen Militärputsch angeführt hatte. Camara hatte angekündigt, er wolle Korruption und Misswirtschaft bekämpfen und nach Wahlen im kommenden Jahr den Weg zu einer zivilen Regierung frei machen.

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Inzwischen häufen sich allerdings Hinweise, dass der Offizier selbst für das Präsidentenamt kandidieren will. Menschenrechtsorganisationen hatten in den vergangenen Monaten wiederholt Übergriffe des Militärs kritisiert. Guinea ist der größte Produzent des Aluminium-Grundstoffs Bauxit.

Stand: 29.09.2009 02:41 Uhr
 

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