Ein Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes in Guinea im Kampf gegen Ebola. | Bildquelle: AFP

Nach Ende der Epidemie in Westafrika Neue Ebola-Fälle in Guinea

Stand: 18.03.2016 09:20 Uhr

Zweieinhalb Monate galt Guinea als ebolafrei - nun ist das tödliche Virus erneut in dem westafrikanischen Land aufgetaucht. Bei Proben in der Stadt Koropara im Südosten des Landes sei der Erreger in den Körpern zweier Gestorbener nachgewiesen worden, erklärte ein Sprecher der nationalen Koordinationsstelle im Kampf gegen Seuche. Die Toten sollen aus einer Familie stammen. Außerdem gebe es drei weitere Verdachtsfälle. Die Behörden hätten Maßnahmen ergriffen, um eine Ausbreitung zu verhindern, hieß es. Im Laufe des Tages soll es ein Notfalltreffen im Gesundheitsministerium geben.

Angst vor Rückkehr der Seuche

Die Angst vor der Rückkehr der Seuche ist groß. Erst gestern hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Epidemie im benachbarten Sierra Leone offiziell für beendet erklärt. In Guinea selbst war dies bereits am 29. Dezember erfolgt, nachdem 42 Tage lang - das entspricht der doppelten maximalen Inkubationszeit - keine Neuinfektionen aufgetreten waren. Noch im März hatte das westafrikanische Land das Ende der 90-tägigen Überwachungsperiode feiern können.

Seit dem Ausbruch der Viruserkrankung vor mehr als zwei Jahren starben in Sierra Leone, Guinea und Liberia mehr als 11.300 Menschen an den Folgen, 28.600 Männer, Frauen und Kinder wurden infiziert. Experten gehen von wesentlich höheren Opferzahlen aus und befürchten, dass neue Ausbrüche wahrscheinlich sind. Einige wenige Ebola-Fälle traten auch in anderen Ländern wie Nigeria, den USA und Spanien auf.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 18. März 2016 um 07:00 Uhr.

Darstellung: