Erdrutsch in Guatemala | Bildquelle: AFP

Fast 600 Vermisste nach Unglück Tote bei Erdrutsch in Guatemala

Stand: 03.10.2015 23:03 Uhr

Bei einem schweren Erdrutsch sind in Guatemala mindestens 56 Menschen ums Leben gekommen. Außerdem werden fast 600 Menschen vermisst, weshalb die Zahl der Todesopfer deutlich steigen könnte. Heftige Regenfälle hatten das Unglück ausgelöst.

Unweit der Hauptstadt Guatemalas sind bei einem schweren Erdrutsch mindestens 56 Menschen ums Leben gekommen. Wie der Zivilschutz des Landes mitteilte, wurden nach dem Unglück außerdem noch fast 600 Menschen vermisst, weshalb die Zahl der Todesopfer deutlich steigen könnte. Nach Angaben der Behörden wurden 34 Menschen lebend geborgen und 25 Menschen verletzt. Von den 30 geborgenen Leichen konnten demnach 29 identifiziert werden. Unter den Toten seien auch drei Kinder.

In dem zentralamerikanischen Land hatte es in den vergangenen Tagen heftig geregnet. Daraufhin hatten sich nach Angaben der Bewohner des Ortes El Cambray große Erdmassen von einem 100 Meter hohen Hügel gelöst und bis zu 68 Häuser in dem Ort östlich der Hauptstadt Guatemala-Stadt unter sich begraben. Raul Rodas, stellvertretender Bürgermeister der Ortschaft, sagte, in der Unglücksgegend hätten rund 150 Familien gelebt. Der Ort liegt im Tal zwischen steil aufragenden Bergen.

Bei dem Unglück wurden auch mehr als 125 Häuser zerstört und mehrere Straßen beschädigt. Am Ort des Unglücks waren Rettungskräfte, Soldaten und Polizisten im Einsatz und suchten in den Trümmern nach den Vermissten. Die Regenzeit in Guatemala dauert von Mai bis November.

Erdrutsch in Guatemala | Bildquelle: AFP
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Unter den Opfern des Erdrutsches waren auch zwei Kleinkinder.

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