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Einige Gefangene des US-Lagers Guantánamo Bay auf Kuba müssen dem US-Verteidigungsministerium zufolge auch bei einem Freispruch mit weiterer Haft rechnen. Selbst wenn eine Jury sie für unschuldig halte, "würden wir sie als feindliche Kämpfer betrachten und wahrscheinlich hinterher noch eine Zeitlang festhalten", sagte ein Pentagon-Sprecher. Ein erheblicher Anteil von Gefangenen würde "wahrscheinlich nie freigelassen werden, weil sie eine Gefahr für die Welt darstellen", sagte der Sprecher weiter.
[Bildunterschrift: Ein Guantanamo-Häftling wird von US-Soldaten abgeführt. ]
Eine Militär-Jury beendete unterdessen gestern in Guantánamo den zweiten Tag ihrer Beratungen im Prozess gegen den ehemaligen Fahrer von Terroristenchef Osama Bin Laden, Salim Ahmed Hamdan. Ihm werden Verschwörung, Unterstützung von Terroristen und Waffenschmuggel vorgeworfen.
Im Falle einer Verurteilung droht dem aus dem Jemen stammenden Mann lebenslange Haft. Hamdan ist der erste von den USA als "feindlicher Kämpfer" eingestufte Verdächtige, dem vor einer Militärkommission in Guantanamo der Prozess gemacht wird. Laut Pentagon-Sprecher Morrell gibt es Pläne für mindestens 20 weitere Verfahren. In Guantánamo Bay sitzen derzeit rund 270 Gefangene ein.
Das System der Militärkommissionen steht in den USA in der Kritik. Bürgerrechtler bemängeln sie als verfassungswidrig, weil die Rechte des Angeklagten im Vergleich zu ordentlichen Gerichten eingeschränkt sind.
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