Arlene Foster | Bildquelle: AP

Mays Wunschpartner DUP Plötzlich Königsmacherin

Stand: 10.06.2017 05:59 Uhr

Voraussichtlich noch an diesem Wochenende will Premierministerin May erste Sondierungsgespräche mit der DUP-Chefin Foster führen. Mit ihr zusammen hätte sie eine Mehrheit von drei Stimmen im Unterhaus. Doch wofür steht die nordirische Partei?

Von Thomas Spickhofen, ARD-Studio London

Sie glaube, dass es über das Wochenende Kontakte geben werde, sagte Arlene Foster, aber es sei noch zu früh, darüber zu reden, man müsse sehen, was passiere. Die Chefin der Democratic Unionist Party, kurz DUP, einer reinen Regionalpartei in Nordirland, ist ganz urplötzlich die Königsmacherin in Westminster.

Mit der DUP drei Stimmen Mehrheit

Zehn Mandate hat die DUP in ihrer Heimat geholt, das reicht knapp für eine Drei-Stimmen-Mehrheit mit den Konservativen im britischen Unterhaus.

Man werde die Arbeit mit den Freunden und Verbündeten der DUP fortsetzen, sagte Theresa May. Die amtierende Premierministerin will die Regierung weiter führen und braucht dazu nun die Unterstützung der DUP.

May gibt sich zuversichtlich

Theresa May ist optimistisch, dass das funktioniert. "Unsere beiden Parteien haben über viele Jahre hinweg eine starke Partnerschaft entwickelt", sagte sie. "Ich bin deshalb zuversichtlich, dass wir im Interesse des ganzen Landes zusammenarbeiten werden."

Das besondere Interesse Nordirlands ist der DUP allerdings mindestens ebenso wichtig. Sie ist eine der beiden starken Parteien dort, konservativ und treu an der Seite Großbritanniens.

Die andere starke politische Kraft ist Sinn Fein, die sich eine Vereinigung Nordirlands mit der Republik im Süden wünschen.

Hanni Hüsch, ARD London, mit Einschätzungen zum Wahlausgang
tagesthemen 21:45 Uhr, 09.06.2017

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"Den besten Deal für Nordirland"

Hauptsorge der DUP ist, dass durch einen harten Brexit auch eine harte Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland entsteht, die die Wirtschaft beeinträchtigt und die alten Bürgerkriegs-Konflikte wieder aufreißt.

Peter Robinson war bis zum vergangenen Jahr Chef der DUP und der nordirischen Regionalregierung. Er ist frei darin, den Preis für eine Duldung oder Beteiligung aufzurufen.

"Wir haben uns den harten Brexit nie gewünscht", betonte er. "Wir wollten immer den besten Deal für Nordirland, der unsere Wirtschaft nicht schwächt. Wenn es möglich ist, Nordirland und London und Dublin zu helfen, dann stoßen wir die Tür natürlich gern auf."

Großbritannien nach der Unterhaus-Wahl
tagesschau 20:00 Uhr, 09.06.2017, Julie Kurz, ARD London

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Foster muss gleich zwei Regierungen bilden

Nachfolgerin von Robinson und starke Frau der DUP ist inzwischen Arlene Foster.

Allerdings zerbrach unter ihr im Januar das Bündnis mit Sinn Fein, seither gibt es keine Regionalregierung mehr in Nordirland. Jetzt muss die DUP gleich zwei Regierungen bilden, eine in London und eine in Belfast.

Was bei den Wahlen für Westminster passiert sei, das werde sie aber noch etwas länger in Anspruch nehmen, bevor sie wieder in Gespräche für eine Regionalregierung zurückkehren könne, sagte Foster.

May verliert, bleibt aber im Amt
S. Pieper, ARD London
09.06.2017 17:45 Uhr

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Hält sich May?

Unterdessen bereitet sich die Regierung von Theresa May auf die Brexit-Verhandlungen vor, die in neun Tagen beginnen sollen. Die wichtigsten Minister aus dem Kabinett bleiben im Amt, darunter auch Brexit-Minister David Davies, der erste Ansprechpartner für die Gespräche mit der EU.

Dass sich die Premierministerin selbst noch lange halten kann, da ist sich die Partnerin Arlene Foster allerdings nicht so sicher.

"Ich glaube, es wird schwierig für sie, das zu überstehen", sagte Foster. "Sie wollte eine Mehrheit von 100 oder noch mehr Mandaten haben, und jetzt sind wir eben da, wo wir sind."

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. Juni 2017 um 16:00 Uhr und die Tagesthemen um 21:45 Uhr.

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