Die britische Premierministerin Theresa May | Bildquelle: AFP

Nach der GB-Wahl Das politische Drama geht weiter

Stand: 09.06.2017 19:27 Uhr

Paukenschlag in Großbritannien, zum wiederholten Mal: Premierministerin May hat bei der vorgezogenen Parlamentswahl eine schwere Schlappe erlitten. Dennoch will sie weiter regieren. Der Wahlausgang hat Folgen - auch die Brexit-Verhandlungen.

Von Stephanie Pieper, ARD-Studio London

Augen zu und durch: Das scheint nun das Motto von Theresa May zu sein. Die angezählte Premierministerin will nicht weichen, jedenfalls nicht jetzt - ungeachtet ihrer herben Wahlniederlage. Sie sei bei der Queen gewesen, so May - und die habe ihr den Auftrag erteilt, eine Regierung zu bilden.

Ein konservativer Parteifreund hat May einmal eine "bloody difficult woman" genannt - eine verdammt schwierige Frau. Jetzt haben sich die Wähler als "bloody difficult" erwiesen. Doch das Land brauche Gewissheit - mehr als jemals zuvor, meint May. Und deshalb bleibe es auch beim Brexit, stellt die amtierende Regierungschefin klar - für den die Verhandlungen schließlich in zehn Tagen beginnen sollen: "Diese Regierung wird das Land durch die entscheidenden Gespräche führen."

Großbritannien nach der Unterhaus-Wahl
tagesschau 20:00 Uhr, 09.06.2017, Julie Kurz, ARD London

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Unsichere Regierungskonstellation

Doch im Unterhaus herrscht ein politisches Patt, May fehlt die Mehrheit. Ein Bündnis muss her: entweder eine formale Koalition oder eine geduldete Tory-Minderheitsregierung - nur von wem? May umgarnt die nordirische Protestanten-Partei DUP, traditionell ein Partner der Konservativen: "Beide Parteien haben über die Jahre eine starke Beziehung entwickelt", beteuert die Regierungschefin.

Beide Parteien zusammen hätten jedoch nur eine wackelige Mini-Mehrheit. Die DUP-Vorsitzende Arlene Foster bestätigte, sie werde nun in Gespräche mit den Konservativen eintreten, um auszuloten, wie man gemeinsam in diesen herausfordernden Zeiten für Stabilität sorgen könnte.

Hanni Hüsch, ARD London, mit Einschätzungen zum Wahlausgang
tagesthemen 21:45 Uhr, 09.06.2017

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Wie hart oder weich wird der Brexit?

Die DUP tritt für einen weichen Brexit ein, will das Vereinigte Königreich im europäischen Binnenmarkt und der Zollunion halten. Das ist für Nordirland wichtig - wegen der Grenze zur Republik Irland. May könnte hier zu einem Kompromiss gezwungen sein, schöpfen die EU-Freunde auf der Insel wieder Hoffnung.

Auch Labour-Chef Jeremy Corbyn, der heimliche Wahlsieger, erklärt vorsorglich, er stünde bereit, die Brexit-Verhandlungen zu führen und dabei Jobs zu schützen, durch ein Handelsabkommen ohne Zollschranken.

May kämpft um politisches Überleben

Corbyns überwiegend junge Anhänger feiern, denn die Labour Partei erreichte auf den letzten Metern fast noch den Spitzenplatz - gemessen am Stimmenanteil. Labour-Wähler Ed in London fürchtet, dass der schwierige Wahlausgang die britische Position in den Brexit-Verhandlungen verschlechtert: "Ich glaube, dass dem Land nun ein steiniger Weg bevorsteht."

Ihre Niederlage hat sich May selbst beigefügt: Sie blieb unbeirrt bei ihrem harten Brexit-Kurs, sie wackelte im Wahlkampf und wirkte verkrampft. Das Murren bei den Konservativen über das schlechte Abschneiden ist bereits hörbar, Mays politisches Überleben alles andere als sicher. Das politische Drama auf der Insel findet seine Fortsetzung.

Kabinettmitglieder

Nach der Parlamentswahl in Großbritannien wird es keine größere Kabinettsumbildung geben.

Wichtige Minister wie Schatzkanzler Philip Hammond, Außenminister Boris Johnson, Innenministerin Amber Rudd, Verteidigungsminister Michael Fallon sowie Brexit-Minister David Davis würden im Amt bleiben, teilte das Büro von Premierministerin Theresa May mit.

Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, dass Hammond wegen Differenzen mit May über den Haushalt ersetzt werden könnte. Auch Johnson gilt seit langem als umstritten.

May verliert, bleibt aber im Amt
S. Pieper, ARD London
09.06.2017 17:45 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. Juni 2017 um 16:00 Uhr.

Korrespondentin

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Stephanie Pieper, RBB

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