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Mord an Drogenbaronin

Kolumbianische "Kokain-Königin" erschossen

Die berüchtigte kolumbianische Drogenbaronin Griselda Blanco ist erschossen worden. Zwei Männer auf einem Motorrad hätten in der Stadt Medellín auf die 69-Jährige gefeuert, als sie gerade eine Metzgerei verließ, teilte die Polizei mit. Blanco sei kurz darauf im Krankenhaus gestorben.

Griselda Blanco
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"Schwarze Witwe" oder "Die Patin" - ihre Brutalität hat ihr viele Spitznamen eingebracht.

Die als "Kokain-Königin" bekannt gewordene Kolumbianerin hatte in den 1970er- und 1980er-Jahren als Erste im großen Stil Rauschgift in die USA geschmuggelt und war zu einer der reichsten Frauen der Welt aufgestiegen. Zu Spitzenzeiten erwirtschaftete ihre Gruppe einen monatlichen Erlös in Höhe von acht Millionen Dollar. Sie war eine der Führungspersönlichkeiten des kolumbianischen Medellín-Kartells, dem auch der berühmte Kokainhändler Pablo Escobar angehörte.

Berüchtigt für ihre besondere Brutalität

Unzählige, teils sadistische und bestialische Morde soll sie begangen haben. Einer schwangeren Frau soll sie in den Unterleib geschossen und den zweijährigen Sohn eines Auftragskillers getötet haben. Schon als Jugendliche soll sie eigenhändig einen elfjährigen Jungen entführt und ihn, als dessen Eltern das Lösegeld nicht zahlten, erschossen haben. Sie tötete Drogenhändler, Auftragskiller, Konkurrentinnen, ehemalige Liebhaber und ehemalige Liebhaberinnen.

Als uneheliche Tochter einer Feldarbeiterin und eines Großgrundbesitzers kam Blanco 1943 in Medellín zur Welt. Später schlug ihre Mutter sich als Gelegenheitsprostituierte in Armenvierteln durch. Im Alkoholrausch verstieß sie ihre Tochter, als diese 13 Jahre alt war. Blanco schloss sich daraufhin einer Gruppe von Straßenkindern an.

1985 wurde Blanco in den USA festgenommen und zu 20 Jahren Haft verurteilt. Sie wurde nach ihrer Freilassung 2004 abgeschoben und lebte seither zurückgezogen in Kolumbien. Ihr letztes Foto stammt aus dem Jahr 2007 und zeigt sie auf dem Flughafen in Bogotá. Sie hatte vier Söhne, von denen drei in ihre Geschäfte verwickelt waren. Bis auf ihren jüngsten Sohn, der heute in Miami ein Musiklabel betreibt, wurden alle ihre Kinder in Kolumbien erschossen.

Stand: 04.09.2012 13:30 Uhr

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