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Nea Demokratia und Pasok
Regierung der "nationalen Einheit" angestrebt
Nach der Parlamentswahl in Griechenland bemüht sich der konservative Wahlsieger Antonis Samaras unter Hochdruck, Partner für eine pro-europäische Regierung zu finden. Er wolle so schnell wie möglich eine Regierung des "nationalen Konsenses" bilden, sagte der 61-Jährige.
Gemeinsam mit den Parteien, die "an die europäische Orientierung und an den Euro glauben", wolle er eine Regierung "zum nationalen Wohl" bilden, sagte Samaras, nachdem er von Staatspräsident Karolos Papoulias mit der Regierungsbildung beauftragt worden war. Papoulias sagte, es sei ein "kategorischer Imperativ", schnell eine Regierung zu bilden.
Pasok-Chef Evangelos Venizelos schlug vor, dass sich die vier wichtigsten Parteien im Parlament in einer Regierung der "nationalen Verantwortung" zusammenschließen. Die Gespräche müssten "bis Dienstagabend" abgeschlossen sein, forderte er.
Konservative führen erste Sondierungsgespräche
tagesthemen 22:15 Uhr, 18.06.2012, Hilde Stadler, ARD Athen
Syriza-Anführer Alexis Tsipras, der das zwischen Athen und den internationalen Gläubigern ausgehandelte Sparpaket ablehnt, schloss eine Beteiligung an einer Regierungskoalition jedoch aus. "Wir müssen die Rolle der größten Oppositionspartei übernehmen, um die Regierung zu kontrollieren", sagte er.
Samaras kündigte an, mit der Troika aus EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds über den Sparplan zu verhandeln, um das Volk aus der "quälenden Arbeitslosigkeit und den unglaublichen Schwierigkeiten zu führen, unter denen die griechische Familie leidet".
Samaras' Partei Nea Dimokratia (ND) hatte bei der Parlamentswahl am Sonntag 129 von 300 Parlamentssitzen errungen. Auf den zweiten Platz kam das Linksbündnis Syriza mit 71 Sitzen. Die sozialistische Pasok erhielt 33 Sitze.
Stand: 18.06.2012 21:23 Uhr
