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Demonstration gegen Sparmaßnahmen
Tausende protestieren in Thessaloniki
Mehrere Tausend Menschen haben in der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki gegen die Sparmaßnahmen der Regierung protestiert. Unter ihnen waren auch Polizisten und Feuerwehrleute. Reporter berichteten, es seien die größten Proteste seit Monaten.
In der Menge waren Transparente zu sehen mit Aufschriften wie "Umsturz! Entweder die oder wir". Die Demonstranten warfen dem konservativen Regierungschef Antonis Samaras vor, sich den Geldgebern zu unterwerfen und damit das Land in eine Katastrophe zu führen.
Am Protest nahm auch der Chef der Radikalen Linken, Alexis Tsirpas, teil. Er führt die größte Oppositionspartei an. Zu den Protesten hatten die beiden größten Gewerkschaften aufgerufen. Die Polizei begleitete den Protest mit einem großen Sicherheitsaufgebot.
Troika prüft Finanzen
Derzeit kontrollieren Experten der Europäischen Union, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds die Staatsfinanzen. Von ihrer Einschätzung über die Umsetzung der Reformen und Sparmaßnahmen machen die Geldgeber ihre Entscheidung abhängig, ob Griechenland weitere finanzielle Hilfe erhält. Erhält die Regierung keine Unterstützung, steht das Land in den kommenden Wochen vor dem Bankrott.
Das nächste Sparpaket, das Voraussetzung für die finanzielle Unterstützung ist, hat einen Umfang von 11,5 Milliarden Euro. Ministerpräsident Samaras versprach vor Beginn der Proteste, es handele sich um die letzten großen Kürzungen. Er warnte, wenn Griechenland den Euroraum verlassen muss, werde das Land finanziell sterben. Samaras Bitten an die Euro-Länder, Griechenland mehr Zeit für die Reformen zu geben, stießen in den vergangenen Wochen in der EU auf Skepsis.
Tausende Rentner demonstrieren gegen Sparmaßnahmen
tagesschau24 15:00 Uhr, 08.09.2012
EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy sagte Griechenland während eines Wirtschaftsforums im italienischen Cernobbio Beistand zu: "Solange sich Griechenland zum Euro bekennt, werden seine Partner es weiterhin voll in seinen Anstrengungen unterstützen", sagte am Samstag . Den Euro bezeichnete er als unumkehrbar. Alle europäischen Spitzenpolitiker und Institutionen wollten die Gemeinschaftswährung erhalten.
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich einem Bericht des "Spiegel" zufolge entschlossen, Griechenland in der Euro-Zone zu halten. Die Kanzlerin und ihre Berater befürchteten, ein Ausscheiden Athens im Herbst könnte einen ähnlichen Domino-Effekt auslösen wie die Pleite der Lehman-Bank 2008.
Stand: 08.09.2012 18:39 Uhr
