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Vier Passagierflugzeuge privatisiert
Griechenland versilbert ungenutzte Airbus-Jets
Die neue griechische Regierung setzt im Kampf gegen die Schuldenkrise verstärkt auf Privatisierungen. Ein erster Schritt war nun der Verkauf von vier Passagierjets. 32 Millionen Euro zahlte eine US-Firma für die Airbus-Maschinen, die seit Jahren nutzlos auf dem Athener Flughafen standen.
Von Thomas Bormann, ARD-Hörfunkstudio Istanbul
Drei Jahre lang standen die vier Airbus-Maschinen vom Typ A 340 ungenutzt auf dem Flughafen Athen herum. Jetzt sind sie endlich verkauft. Der neue Finanzminister Yannis Stournaras unterschrieb nun den Kaufvertrag. Für 32 Millionen Euro übernimmt eine amerikanische Firma die vier Flugzeuge, die früher zur griechischen Staatslinie "Olympic Airways" gehörten.
"Olympic Airways" wurde bereits vor drei Jahren an einen privaten Investor verkauft. Der übernahm damals aber nur die Hälfte des Personals und nur einen Teil der Flugzeugflotte. Er strich sämtliche Übersee-Verbindungen, verkürzte den Namen von "Olympic Airways" auf "Olympic Air" und betreibt seither eine Fluglinie, die vor allem Ziele innerhalb Griechenlands bedient.
Beginn einer geplanten Privatisierungswelle
Mit dem Verkauf der vier Flugzeuge hat sich der griechische Staat jetzt komplett aus dem Fluggeschäft herausgezogen und gleichzeitig eine neue Privatisierungswelle eingeläutet. Die neue Regierung will die staatliche Lotteriegesellschaft verkaufen, die griechischen Eisenbahnen, etliche Kraftwerke, das Gelände des ehemaligen Athener Flughafens Ellinikon und Tausende weitere Grundstücke, die noch im Staatsbesitz sind und nun Geld in die leere Staatskasse spülen sollen.
Stand: 09.07.2012 16:56 Uhr
