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Ermittlungen wegen Steuerbetrüger-Liste

Griechenlands Ex-Finanzminister in Bedrängnis

Wegen Vorwürfen rund um Steuervergehen gerät der frühere griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou zunehmend unter Druck. Das griechische Parlament beschloss die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses, der klären soll, ob der sozialistische Politiker die Namen von drei Verwandten von einer Liste mutmaßlicher Steuerflüchtlinge streichen ließ. Geprüft wird auch, ob seine Immunität aufgehoben werden soll.

Griechenlands Ex-Finanzminister Papakonstantinou
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Papakonstantinou soll Namen von Verwandten von einer Steuersünder-Liste gestrichen haben.

Der Ex-Minister bestreitet die Vorwürfe. Im Fall einer Verurteilung drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft. Papakonstantinou leitete das Finanzressort, als die griechische Regierung im Oktober 2010 von Frankreich eine Datei mit den Namen von mehr als 2000 mutmaßlichen griechischen Steuerbetrügern erhielt. Die Daten waren offenbar von einem Mitarbeiter der Schweizer Bank HSBC entwendet worden. Papakonstantinou und sein sozialistischer Nachfolger Evangelos Venizelos lehnten eine Verwendung der Liste daher lange ab.

Unter öffentlichem Druck lenkte die Regierung im Oktober 2012 ein, konnte die Liste jedoch nicht mehr finden. Frankreich schickte sie daraufhin erneut nach Athen. Bei einem Abgleich mit der inzwischen wieder aufgetauchten ersten Liste kam heraus, dass ausgerechnet die Namen von Papakonstantinous Verwandten fehlten.

Korruptionsermittlungen gegen Ex-Finanzminister
T. Bormann, ARD Istanbul
18.01.2013 11:24 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. Januar 2013 um 09:00 Uhr.

Stand: 18.01.2013 09:57 Uhr

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