Eine griechisch-orthodoxe Kirche auf der Insel Lefkada wurde bei einem Beben zerstört | Bildquelle: AP

Zwei Frauen ums Leben gekommen Erdbeben erschüttert griechische Westküste

Stand: 17.11.2015 14:27 Uhr

Die griechische Westküste ist von einem Erdbeben der Stärke 6,1 erschüttert worden. Auf der Insel Lefkada im Ionischen Meer kamen laut örtlicher Medien zwei Frauen durch Steinschläge ums Leben. Es soll auch Schäden an Gebäuden gegeben haben.

Ein starkes Erdbeben hat die Westküste Griechenlands getroffen. Das Geodynamische Institut Athen teilte mit, das Beben habe eine Stärke von 6,1 gehabt. Das Epizentrum liege rund 300 Kilometer westlich von Athen. Die US-Erdbebenwarte maß die Stärke des Bebens sogar mit 6,5.

Eine 82-Jährige wurde auf Lefkada nach Angaben der Feuerwehr von einer Wand erschlagen, eine 69-Jährige starb, nachdem ein Felsbrocken auf ihr Haus gestürzt war. Vier Menschen wurden verletzt. Schäden habe es auch an Häusern, Läden und einer Kirche gegeben.

Beben im gesamten griechischen Westen spürbar

Das Beben war im gesamten Westen Griechenlands zu spüren. Die Menschen auf Lefkada und der benachbarten Insel Kefalonia liefen Berichten zufolge aus ihren Häusern auf die Straßen. Der Regionalgouverneur der Ionischen Inseln, Theodoros Galiatsatos, rief die Einwohner im staatlichen Sender ERT auf, beschädigte Gebäude nicht zu betreten, bis die Behörden ihren Zustand bewertet hätten. Der Hafen von Vassiliki im Südwesten der Insel war überschwemmt. Auf Lefkada und Kefalonia wurden die Schulen geschlossen.

In Griechenland ereignen sich immer wieder Erdbeben. Bei einem schweren Erdbeben in der Nähe Athens waren 1999 mehr als 100 Menschen gestorben.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 17. November 2015 um 09:00 Uhr.

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