Frau vor griechischer und EU-Fahne | Bildquelle: dpa

Reaktionen auf Griechenland-Wahl Die Gratulanten haben hohe Erwartungen

Stand: 21.09.2015 13:45 Uhr

Erleichterung herrscht in Brüssel und Berlin nach der Griechenland-Wahl vor. Darüber - dass in Athen geordnete Machtverhältnisse herrschen. Denn "es gibt viel Arbeit zu erledigen und keine Zeit zu verlieren", betonte Kommissionschef Juncker.

Nach dem Sieg der linken Syriza-Partei bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Griechenland hat die EU-Kommission Athen zur Eile bei der Umsetzung der mit den internationalen Geldgebern vereinbarten Reformen aufgefordert. Die künftige Regierung des linksgerichteten Politikers Alexis Tsipras habe nun ein Mandat, diese Reformen umzusetzen, sagte ein Sprecher von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. "Es gibt viel Arbeit zu erledigen und keine Zeit zu verlieren", sagte der Sprecher. Juncker habe Tsipras schriftlich zum Wahlsieg gratuliert.

Tsipras will Koalition mit Rechtspopulisten fortsetzen
tagesschau 17:00 Uhr, 21.09.2015, Peter Dalheimer, ARD Rom, zzt. Athen

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Da die neue Regierung, diejenige sei, die das Hilfsabkommen mit den Euro-Partnern im Sommer geschlossen habe, hoffe die Kommission, dass "wir schnell vorankommen". Brüssel sei mit Blick auf das Wahlergebnis auch ermutigt durch die "breite Vertretung" von Parteien im Parlament, die hinter einer starken Eurozone stünden.

Donald Tusk @eucopresident
My congratulation letter to @atsipras following the elections in Greece yesterday: http://t.co/DsGSG4ZALX. #GreekElections

Tusk vertraut auf Tsipras

Auch EU-Ratspräsident Donald Tusk gratulierte Tsipras und verwies darauf, dass auch die Zusammenarbeit in der Flüchtlingskrise mit Griechenland einen hohen Stellenwert hat. "Viele der größten Herausforderungen der Europäischen Union als Ganzes sind dieselben, denen Griechenland als Land gegenübersteht, wie die Flüchtlingskrise und die Schaffung von nachhaltigem Wachstum und Jobs", erklärte Tusk.

Er vertraue darauf, dass Griechenland mit seiner neuen Regierung "konstruktiv dazu beitragen wird, Lösungen zu all diesen Herausforderungen zu suchen".

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Vorläufiges amtliches Endergebnis zur Wahl in Griechenland

Vorläufiges amtliches Endergebnis

Bundesregierung glaubt an Kontinuität

Auch die Bundesregierung geht davon aus, dass Tsipras die Reformvereinbarungen umsetzt. Ein Ministerpräsident, der diese Vereinbarungen selbst ausgehandelt und unterschrieben habe, werde auch für deren Umsetzung sorgen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. "Selbstverständlich wird die Bundesregierung auch mit der neuen griechischen Regierung eng und partnerschaftlich zusammenarbeiten."

Wichtige Entscheidungen in den nächsten Wochen

Die neue griechische Regierung muss in den kommenden Wochen eine Reihe von Reformen umsetzen, um die Finanzhilfen der Euro-Partner zu erhalten. Zudem stehen Verhandlungen mit den Gläubigern über in Aussicht gestellte Schuldenerleichterungen bevor.

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