Eine Taucherin am Great Barrier Reef. | Bildquelle: AFP

Great Barrier Reef "Null Aussicht auf Erholung"

Stand: 10.04.2017 10:58 Uhr

Angesichts von zwei sogenannten Korallenbleichen innerhalb eines Jahres äußern sich Wissenschaftler skeptisch, dass sich das Great Barrier Reef komplett wieder erholt. Schuld an dem Phänomen sei der weltweite Klimawandel.

Wissenschaftler schlagen angesichts des Ausmaßes der Korallenbleiche am berühmten Great Barrier Reef Alarm: Nach zwei sogenannten Korallenbleichen im vergangenen und diesem Jahr hätten die betroffenen Gebiete so gut wie keine Chance mehr, sich von dem Phänomen wieder zu erholen, warnten sie nach einer Bestandsaufnahme des Riffs aus der Luft. Auch Zyklon "Debbie", der vor rund zwei Wochen über Australien hinweggefegt ist, habe Schäden hinterlassen.

Im vergangenen Jahr waren in erster Linie die nördlichen Gebiete des Great Barrier Reefs betroffen, in diesem Jahr zeigte das mittlere Drittel die schwersten Schäden. Allein das südliche Drittel sei noch unberührt, erklärte der Meeresbiologe James Kerry von der James Cook Universität. Insgesamt seien 1500 Kilometer des mit 2300 Kilometern Länge größten Ökosystems der Welt betroffen.

Great Barrier Reef: Kaum Chance auf Erholung
tagesschau 15:00 Uhr, 10.04.2017

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Korallenbleiche: Wenn die Algen verschwinden

Korallen sind sensible Organismen, die nur in bestimmten Temperaturbereichen existieren können. Sie gehen eine Symbiose mit einzelligen Algen ein - von ihnen erhalten sie auch ihre Färbung. Nimmt die Wassertemperatur zu, stoßen die Korallen die Algen ab und verlieren damit auch ihre Farbe. Dauert diese Situation zu lange an, sterben die Korallen vollständig ab. Bei kühleren Wassertemperaturen können sich die lebensnotwendigen Algen aber wieder auf den Korallen ansiedeln.

Ein Jahrzehnt zur Erholung nötig

Die Korallenbleiche führe nicht unweigerlich zum Absterben der Korallen, erklärte Kerry. Doch selbst schnell wachsende Korallen benötigten mindestens ein Jahrzehnt, um sich komplett zu erholen. Für die Teile des Riffs, die dem Phänomen nun schon zwei Mal binnen zwölf Monaten ausgesetzt seien, bedeute dies "null Aussicht auf Erholung".

Temperaturanstieg könnte Phänomen verschärfen

Nach Angaben des Korallen-Experten Terry Hughes sind vor allem der Klimawandel und die damit verbundene Erwärmung der Ozeane für die jüngste Korallenbleiche verantwortlich. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr hingen die hohen Wassertemperaturen dieses Mal nicht mit dem Wetterphänomen El Niño zusammen, fügte Hughes hinzu. Er warnte, weiter steigende Temperaturen könnten das Phänomen noch verschärfen. "Das Riff hat offensichtlich gegen verschiedenste Umwelteinflüsse zu kämpfen. Am akutesten ist aber zweifellos der weltweite Klimawandel".

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Weltnaturerbe Great Barrier Reef (Juli 2015)

Das Great Barrier Reef

Das Great Barrier Reef ist das weltgrößte Korallenriff. Im Jahr 1981 wurde es von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.

Schon der weltweite Anstieg der Temperaturen um ein Grad Celsius habe zu vier Bleichen binnen 19 Jahren geführt. Jede weitere Erwärmung werde den Prozess beschleunigen. Ohne einen weltweiten Abbau des CO2-Ausstoßes sei dies aber nicht möglich, sagte Hughes. Es bleibe nicht mehr viel Zeit, mahnte er.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 10. April 2017 um 12:00 Uhr.

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