Ölteppich vor Gran Canaria | Bildquelle: dpa

Nach Fährunglück Ölteppich vor Gran Canaria

Stand: 23.04.2017 15:25 Uhr

Nach einem Fährunglück vor Gran Canaria bekämpft die spanische Küstenwache einen Ölteppich. Weil das Schiff die Hafenmauer mit eingebauten Tankleitungen gerammt hatte, floss Treibstoff ins Meer. Einige Strände wurden vorsorglich geschlossen.

Vor der spanischen Urlaubsinsel Gran Canaria hat sich nach dem Unfall einer Fähre ein großer Ölteppich gebildet. Beim Auslaufen aus dem Hafen der Inselhauptstadt Las Palmas war ein Schiff mit Ziel Teneriffa mit rund 140 Passagieren an Bord gegen eine Kaimauer gefahren. Dabei wurden Tankleitungen im Hafen beschädigt, aus denen etwa 60.000 Liter Treibstoff in den Atlantik flossen, wie Behörden berichteten.

Strände geschlossen

Wegen des Ölteppichs wurden alle Strände an einem etwa 20 Kilometer langen Küstenabschnitt zwischen San Cristóbal und Gnado gesperrt, wie der Notdienst der Kanaren mitteilte. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Der Präsident der Regionalregierung, Fernando Clavijo, sagte, Fachleute hätten eine Gefahr für die Umwelt ausgeschlossen.

Spezialteams setzten ihre Arbeiten fort, den Ölteppich einzudämmen. Ein Sprecher der Regierung der Kanaren gab nach einem Hubschrauber-Beobachtungsflug bekannt, der Ölteppich treibe etwa einen Kilometer von der Küste. Er sei etwa acht Seemeilen lang (knapp 15 Kilometer). 

Stromausfall war Unfallursache

Die Reederei Naviera Armas teilte mit, der Unfall habe sich aufgrund eines technischen Defekts ereignet, der zu einem Stromausfall auf dem Schiff geführt habe. 13 Passagiere waren verletzt worden.

Behörden nach Fährunfall optimistisch
M. Dugge, ARD Madrid
23.04.2017 18:17 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Inforadio am 23. April 2017 um 07:24 Uhr

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