Lady Gaga bei ihrem Auftritt während der Grammys 2015. | Bildquelle: REUTERS

Grammys 2016 Alle Augen auf Lady Gagas Tribut an David Bowie

Stand: 15.02.2016 20:13 Uhr

Einen Nominierungskönig gibt es schon: Rapper Kendrick Lamar kann heute Nacht elf mal abräumen. Doch egal wer wie oft einen der Musikpreise gewinnt - im Mittelpunkt dürfte Lady Gagas Auftritt für den verstorbenen David Bowie stehen.

Die Grammys 2016 könnten als die Verleihung in Erinnerung bleiben, in der sich Rap und Hip Hop endgültig durchsetzen. Und Kendrick Lamar hat heute Nacht in Los Angeles die Chance, mit elf Gewinnchancen der Star des Abends zu werden. Auch in zwei der vier Königskategorien ist der 28-Jährige nominiert, mit "To Pimp a Butterfly" für das "Album des Jahres" und mit "Alright" für den "Song des Jahres".

Rapper Kendrick Lamar ist für elf Grammys nominiert. | Bildquelle: AP
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Rapper Kendrick Lamar ist für elf Grammys nominiert.

"Ich will sie alle gewinnen", sagte Lamar im Interview mit der "New York Times". "Das wäre dann nämlich nicht nur eine Botschaft für mich, sondern auch für meine Kultur." Denn: Auch wenn sich Rap-Musik blendend verkauft, die Recording Academy, die die wichtigsten Musikpreise der Welt vergibt, hat den Musikstil bei den Ehrungen der vergangenen Jahre eher benachteiligt.

Deutsche fast nur im Klassik-Bereich

Als mögliche Abräumer des Abends werden bei der 58. Grammy-Gala - der selbsternannten "großartigsten Nacht der Musikbranche" - auch Popsängerin Taylor Swift und der kanadische Sänger The Weeknd gehandelt. Sie sind jeweils für sieben Preise nominiert. Deutsche Künstler dürfen sich nur in den Nischen der Klassik-Musik Hoffnungen auf einen Grammy machen: So könnte eine Puccini-Einspielung mit dem deutschen Tenor Jonas Kaufmann ebenso gewinnen wie Beethovens "Missa Solemnis" vom Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks. Orchester und Chor der Deutschen Oper in Berlin sind für ihre Aufnahme der Oper "Jenufa" von Leos Janacek nominiert. Manfred Eicher könnte "Produzent des Jahres" im Bereich Klassik werden und der in Frankfurt geborene Hans Zimmer einen Grammy für die Filmmusik von "Interstellar" gewinnen. Über die Vergabe der goldenen Grammophone entscheiden rund 13.000 Musikexperten aus der Branche.

Lady Gagas Hommage an David Bowie

Bei der von Rapper LL Cool J moderierten Show dürfte der Auftritt von Lady Gaga einer der Höhepunkte werden: Mit ihrer als "multisensorisch" angekündigten Show will die Sängerin auf eigenen Wunsch den vor wenigen Wochen an Krebs gestorbenen Popstar David Bowie ehren. Ein weiterer Tribute-Auftritt steht auf dem Programm: Die verbleibenden Bandmitglieder der Eagles wollen auf der Bühne an ihren gerade gestorbenen Sänger Glenn Frey erinnern.

Lady Gaga bei einer Modenschau in Los Angeles. | Bildquelle: REUTERS
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Wie beim Vorbild Bowie: Lady Gaga kann auch androgyn.

Auftreten soll auch Pop-Diva Adele, die gerade mit ihrem Album "25" weltweit Rekorde bricht. Dass sie trotzdem nicht nominiert ist, liegt an den bürokratischen Formalitäten der Grammys: Nur zwischen dem 1. Oktober 2014 und dem 30. September 2015 veröffentlichte Musik ist für eine Nominierung zugelassen. Sehr wahrscheinlich, dass Adele also im kommenden Jahr nach Los Angeles zurückkehrt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 16. Februar 2016 um 09:00 Uhr.

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