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Genau ein Jahr nach dem historischen Wahlsieg von Präsident Barack Obama haben die Demokraten bei Gouverneurswahlen in zwei US-Bundesstaaten Niederlagen einstecken müssen. In Virginia und in New Jersey, wo bislang Demokraten regierten, setzten sich jeweils republikanische Kandidaten durch.
Nach Berichten der US-Sender konnten in Virginia Republikaner auch die Position des stellvertretenden Gouverneurs und des Generalstaatsanwalts erobern. Neuer Gouverneur wird dort Robert "Bob" McDonnell, der den Demokraten Creigh Deeds mit rund 20 Prozentpunkten Vorsprung deutlich abhängte.
In New Jersey verlor der demokratische Amtsinhaber Jon Corzine gegen den Republikaner Chris Christie. Obama hatte den traditionell eher konservativen Staat Virginia bei der Präsidentschaftswahl am 4. November 2008 als erster demokratischer Kandidat seit 1964 gewonnen. Zuletzt hatte es dort mit Tim Kaine, der nicht wieder antreten durfte, auch einen demokratischen Gouverneur gegeben.
Die Wahlen wurden als Test für Obama gewertet. New Jersey gilt eigentlich als Hochburg der Demokraten. Umso bemerkenswerter ist der Sieg des 47-jährigen republikanischen Kandidaten Christie. Auch das Ergebnis im traditionell den Republikanern zugeneigten Virginia war ein Rückschlag für Obama, der Wahlkampf für Deeds gemacht hatte.
New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg wurde Medienberichten zufolge unterdessen mit knapper Mehrheit im Amt bestätigt. Dies berichteten die "New York Times", die "Daily News" und der Fernsehsender "NY1". Nach Auszählung von 96 Prozent aller Stimmen führte Bloomberg mit 51 Prozent vor seinem Herausforderer Bill Thompson, der 46 Prozent erhielt. Bloombergs Vorsprung fiel damit wesentlich geringer aus als erwartet. Umfragen sahen ihn noch am Montag als klaren Wahlsieger. Es wäre Bloombergs dritte Amtszeit.
Wahlbeobachter führten das vergleichsweise enttäuschende Ergebnis auf die Diskussion um eine dritte Amtszeit zurück. Bloomberg hatte darauf gedrängt, trotz gegenteiliger Gesetze nochmals antreten zu dürfen. Nach hitzigen Diskussionen gab der Stadtrat nur mit knapper Mehrheit grünes Licht. Seine Gegner warfen ihm Machtmissbrauch vor.
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