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Auf der Suche nach dem "Gottesteilchen"

Der Nachweis ist nahe. Forscher haben mit hoher Wahrscheinlichkeit das Higgs-Boson beobachtet. Aber warum sucht man eigentlich so verzweifelt nach dem "Gottesteilchen", wie aufwendig ist die Forschung und warum ist es so schwer zu fassen? tagesschau.de hat das Netz nach Antworten durchforstet.

Wie die Webseite weltmaschine.de, die von der Gemeinschaft Deutscher Teilchenphysiker betrieben wird, verrät, ist die Suche nach dem Higgs-Teilchen eng verknüpft mit der Suche nach dem Ursprung der Masse. Mit der Existenz des Higgs-Teilchens würde gleichzeitig die Existenz des sogenannten Higgs-Feldes nachgewiesen. Dieses verleiht in der Theorie, dem Standardmodell der Teilchenphysik, allen Elementarteilchen erst ihre Masse.

Wie der Higgs-Mechanismus funktioniert, erklärt ein animiertes Video mit englischen Untertiteln der Europäischen Organisation für Kernforschung CERN. Eine stärker ins Detail gehende Animation findet sich auf der Homepage der Uni Wuppertal.

Die Suche nach dem Higgs Teilchen

Screenshot: Infografik auf www.20min.ch.
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Auf 20min.ch erklärt eine Infografik wie das Cern funktioniert.

Ob das Higgs-Teilchen existiert, ist allerdings noch nicht einhundertprozentig klar. Sollte es allerdings existieren, dann wäre der derzeit wohl einzige Weg es zu erzeugen und nachzuweisen der ringförmige Teilchenbeschleuniger oder "Large Hadron Collider" (LHC) des europäischen Kernforschungszentrums CERN.

Auch dort wäre das Higgs-Teilchen selbst allerdings nicht zu beobachten, da es sehr kurzlebig ist, sondern nur die Bestandteile in die es zerfällt. Dies versuchen die Wissenschaftler am CERN mit Hilfe der Universaldetektoren ATLAS und CMS.

Wie der Teilchenbeschleuniger und die Detektoren dabei zusammenarbeiten und welche Experimente grundsätzlich mit ihnen durchgeführt werden, erklärt eine animierte Grafik auf 20min.ch.

Nachweis in greifbarer Nähe

Screenshot der Seite www.youtube.com/user/CMSExperimentTV
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So stellt sich das "Gottesteilchen" in einer Animation des CMS-Experiments dar.

Wissenschaftler des CERN haben nun mit Hilfe des CMS-Detektors im Rahmen einer Protonenkollision einen Zerfall aufgezeichnet, der genau die Bestandteile aufweist, die man bei dem Zerfall eines Higgs-Teilchens erwarten würde. Eine Animation ihrer Aufzeichnung haben sie als Video auf YouTube veröffentlicht.

Auch im ATLAS-Detektor ließ sich das Higgs-Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit nachweisen. Auf der Webseite des ATLAS-Experiments finden sich Bilder des Zerfallsprozesses. ATLAS hat sogar einen eigenen YouTube-Kanal in dem zahlreiche Videos Experimente, Messergebnisse und die allgemeine Funktionsweise des Detektors visualisieren.

Von einem endgültigen Beweis für die Existenz des "Gottesteilchens" spricht CERN in seiner Presseerklärung allerdings noch nicht. Das Experiment müsste wiederholt und weitere Daten gesammelt werden, um einen - wenngleich sehr unwahrscheinlichen - Zufall auszuschließen.

Physiker des CERN vor einem Kontrollmonitor.
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Ist es das "Gottesteilchen" oder nicht? Bei CERN ist die Spannung groß.

Stand: 04.07.2012 16:44 Uhr

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