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Nach Vormarsch im Kongo
Staatschefs fordern Rebellen zum Rückzug auf
Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo erhält im Kampf gegen Aufständische diplomatische Rückendeckung anderer Länder der Region. Die Rebellen müssten sämtliche kriegerischen Handlungen einstellen, forderten mehrere afrikanische Staatschefs und Regierungsvertreter nach einem Krisentreffen. Sie waren in der ugandischen Hauptstadt Kampala zusammengekommen, um angesichts der andauernden Gewalt nach einer Lösung des Konflikts zu suchen.
Sie forderten die Rebellen auf, aus der kürzlich eroberten Stadt Goma abzuziehen. Die Stadt liegt an der Grenze zu Ruanda. Dem Land wird Unterstützung der Rebellen vorgeworfen.
Als Gegenleistung für einen Rückzug werde die Regierung in Kinshasa den Rebellen zuhören und berechtigte Missstände ausräumen, heißt es in der Gipfel-Erklärung nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP. Die Blauhelm-Mission MONUSCO solle vor Goma eine neutrale Zone einrichten und schützen.
Die Staatschefs und Regierungsvertreter forderten die Rebellen auf, nicht länger den Sturz einer gewählten Regierung zu propagieren. Derzeit kontrollieren die Rebellen den Flughafen. Nach der Eroberung Gomas wollen sie nach eigenem Bekunden das ganze Land unter ihre Kontrolle bringen.
Vetreter mehrerer afrikanischer Staaten kommen in Uganda zu Krisengipfel zusammen
tagesschau 20:00 Uhr, 24.11.2012, Birgit Virnich, ARD Nairobi zzt. Goma
Die M23-Rebellen hatten die ostkongolesische Grenzstadt Goma am Dienstag nach einer fünftägigen Offensive eingenommen und die Regierungstruppen vertrieben. Am Tag darauf eroberten sie auch die nahe gelegene Stadt Sake. In der Folge flüchteten zehntausende Menschen aus der Region in der Provinz Nord-Kivu. Die Aufständischen machen direkte Friedensgespräche mit dem kongolesischen Präsidenten Joseph Kabila zur Bedingung eines Rückzugs aus Goma.
Stand: 24.11.2012 19:09 Uhr
