Skyline von Singapur  | Bildquelle: picture alliance

Vor dem Nordkorea-Gipfel Singapur wartet gespannt

Stand: 11.06.2018 18:12 Uhr

Die Welt schaut auf Singapur, wenn sich Trump und Nordkoreas Machthaber Kim zu Gesprächen treffen. Beide sind bereits in der Stadt. Trump ließ verlauten, dass er zügig wieder abreisen will.

Von Lena Bodewein, ARD-Studio Singapur

"Die Gespräche, die in den kommenden Tagen in Singapur geführt werden, können zur Entwicklung des Friedens auf der koreanischen Halbinsel und auf der ganzen Welt beitragen. Deshalb lasst uns gemeinsam beten." Diese Worte sprach Papst Franziskus am Sonntag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Und größer könnten die Erwartungen kaum sein, wenn selbst der Papst für einen guten Gipfel betet. US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un scheinen sich tatsächlich treffen zu wollen. Bis dahin werden sie in Singapur einen Tag der Vorbereitung verbracht haben.

Eine Torte für Trump

Trump wurde am Vormittag von Singapurs Premierminister Lee Hsien Loong empfangen und mit einer Torte überrascht. Trump hat am Donnerstag Geburtstag. Sein größter Wunsch dürfte wahrscheinlich sein, mit einem Erfolg den Gipfel verlassen und damit Geschichte schreiben zu können. Dafür hat er sich hierher begeben, dafür hat er seinem Spielerinstinkt vertraut und sich auf das Treffen mit einem Diktator eingelassen, den die Weltgemeinschaft bis vor einigen Monaten geächtet hatte.

Treffen zwischen Trump und Kim steht kurz bevor
tagesschau 20:00 Uhr, 11.06.2018, Sandra Ratzow, ARD Singapur

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US-Außenminister Mike Pompeo nannte das vor einigen Tagen noch "kühn". Heute legte er in Singapur nach und sagte, es sei "wahrhaftig eine Friedensmission". Aber: "Die vollständige, überprüfbare und unumkehrbare Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel ist das einzige Ergebnis, das die Vereinigten Staaten akzeptieren. Die Sanktionen bleiben in Kraft, bis Nordkorea sein Massenvernichtungswaffen-Programm komplett auslöscht. Wenn Diplomatie kein Ergebnis bringt, werden die Sanktionen verschärft", so Pompeo. Das sind klare Vorgaben.

Trump twitterte noch: "Es ist großartig, in Singapur zu sein, es liegt Vorfreude in der Luft."
Am Nachmittag telefonierte Trump zur Vorbereitung noch mit Japans Premier Shinzo Abe und Südkoreas Präsident Moon Jae In. Moon ist zwar zunächst nicht - vielleicht gar nicht - bei den Gesprächen dabei, äußerte aber ähnlich große Erwartungen wie der Papst: "Ich hoffe, dass die beiden Staatsoberhäupter kühne Entscheidungen treffen, die die Wünsche beider Seiten erfüllen, so dass eine neue Zeitrechnung auf der koreanischen Halbinsel beginnt, die sich die ganze Welt wünscht."

Trump will zügig abreisen

Zu diesem Zweck haben Unterhändler beider Länder heute lange getagt, um eine Annäherung der beiden Nationen auszuloten. Anscheinend haben sie dabei überraschend so schnell Fortschritte erzielt, dass Trump Singapur schon um 20 Uhr Ortszeit wieder verlassen will.

Ob die morgigen Gesprächen ein Ergebnis bringen, ob Trump und Kim sich nur im historischen Moment sonnen oder tatsächlich einen bis dato schwer vorstellbaren Friedensprozess einleiten, ist unklar. Beide werden sich morgen früh ab neun Uhr zunächst unter vier Augen plus Dolmetscher zusammensetzen. Dann wird jeder von beiden erleben, ob er sich mit einem Gesprächspartner versteht, der ähnlich unberechenbar ist wie er selbst.

Der Abend vor dem Gipfel in Singapur
Lena Bodewein, ARD Singapur
11.06.2018 16:25 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Inforadio am 11. Juni 2018 um 17:25 Uhr.

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