Istanbul: Bebauungspläne für Gezi-Park gekippt

Urteil in Istanbul

Bebauungspläne für Gezi-Park gekippt

Ein Gericht in Istanbul hat Medienberichten zufolge die umstrittenen Bebauungspläne für den Gezi-Park gekippt, an denen sich die wochenlangen Massenproteste in der Türkei entzündet hatten. Das Gericht sei damit einem Antrag unter anderem der Istanbuler Architektenkammer gefolgt, berichtete die "Hürriyet Daily News". Eine weitere Begründung war laut Medienberichten, dass die Bewohner über das Vorhaben nicht ausreichend informiert worden seien.

Die Entscheidung wurde demnach bereits im vergangenen Monat getroffen, aber erst jetzt veröffentlicht. Türkische Medien berichteten im Internet erstmals im Detail über das Urteil eines Istanbuler Verwaltungsgerichtes.

Blick auf den Gezi-Park in Istanbul (Bildquelle: AP)
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Auslöser für die Proteste in der gesamten Türkei: die Bebauungspläne für den Gezi-Park.

Rätselraten über Endgültigkeit der Entscheidung

Die Regierung hatte angekündigt, einen gerichtlich verfügten Baustopp im Gezi-Park am zentralen Taksim-Platz in Istanbul zu akzeptieren. Unklar blieb, ob die jetzt bekannt gewordene Entscheidung des Istanbuler Gerichts endgültig ist.

Das Protestbündnis "Taksim Solidarität" begrüßte die Entscheidung. Der Gerichtsentscheid zeige, dass der Kampf der Demonstranten gerechtfertigt gewesen sei, teilte das Bündnis mit. Es kündigte zugleich an, ihr Engagement fortzusetzen.

Michael Schramm, ARD Istanbul, zum Stopp der Gezi-Park-Pläne
tagesschau24 13:30 Uhr, 04.07.2013

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Gezi-Park-Bebauung war Auslöser für Proteste

Die landesweite Protestwelle in der Türkei hatte sich Ende Mai an der brutalen Räumung eines Protestlagers im Gezi-Park entzündet. Die Regierung plant dort den Nachbau einer osmanischen Kaserne. Darin sollen Wohnungen, Geschäfte oder ein Museum entstehen. Inzwischen richten sich die Demonstrationen aber vor allem gegen den autoritären Regierungsstil von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan.

Die Polizei hatte den Park Mitte vergangenen Monats ein zweites Mal geräumt. Seitdem ist er von Polizisten abgeriegelt und für die Öffentlichkeit gesperrt. Er wurde zum Symbol des Widerstands gegen Erdogan.

Gezi-Park darf nicht bebaut werden
K. Erdmann, ARD Istanbul
04.07.2013 09:51 Uhr

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Stand: 04.07.2013 12:12 Uhr

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