Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.

10.02.2012

ARD-Logo

Suche in tagesschau.de

Hauptnavigation
Multimedia
  • VideoLivestream.tagesschau 09:00 Uhr
  • Videotagesschau24.
  • VideoLetzte Sendung.tagesschau 04:50 Uhr
Inhalt
Ausland
Medwedjew warnt vor NATO-Erweiterung
Treffen der GUS-Länder in Petersburg

Medwedjew warnt vor NATO-Erweiterung

Georgiens Präsident Saakaschwili und sein Amtskollege Medwedjew beim GUS-Treffen. (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Der Abchasien-Konflikt und der Nato-Beitritt - zwei heikle Themen für Georgiens Präsident Saakaschwili und seinen Amtskollegen Medwedjew. ]
Russlands Position zu einem Beitritt der Nachbarstaaten Ukraine und Georgien bleibt unter dem neuen Präsidenten Dimitri Medwedjew unverändert. Hatte Medwedjew bei seinem Besuch am Donnerstag in Berlin noch von einen offenen Dialog mit dem Westen gesprochen, warnte er einen Tag später vor einer NATO-Erweiterung.

Bei einem Gespräch mit dem georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili während eines Gipfels der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) sagte Medwedjew, Georgiens Eintritt in die NATO könne zu Blutvergießen in den abtrünnigen Gebieten Abchasien und Südossetien führen.

Auch verbat sich Medwedjew bei dem Treffen nahe Petersburg jede westliche Einmischung in den russisch-georgischen Konflikt um Abchasien. "Ich denke, dass wir unsere Beziehungen selbst in Ordnung bringen können", sagte Medwedjew. Vor dem Gespräch der beiden Staatschefs hatte der EU-Außenbeauftragte Javier Solana bei einem Besuch in Suchumi, der Hauptstadt der abtrünnigen Region Abchasien, eine europäische Vermittlung angeboten. Die EU "will sich stärker in die Beilegung des Konflikts einbringen", sagte Solana.

Die Spannungen zwischen Russland und Georgien im Konflikt um Abchasien haben sich parellel zur Anerkennung des Kosovo durch viele westliche Staaten und seit dem NATO-Gipfel von Bukarest weiter verschärft. Kürzlich hat Russland seine Friedenstruppen, die den Waffenstillstand zwischen Abchasen und Georgiern sichern sollen, um 500 Soldaten verstärkt. Für neuerliche Verärgerung Georgiens sorgte die Verlegung weiterer 400 russischer Soldaten nach Abchasien, die dort zum Wiederaufbau der Bahnverbindung in Richtung Russland eingesetzt werden sollen. Allerdings hat es seit dem Amtsantritt Saakaschwilis 2004 auch keine spürbare Annäherung zwischen Georgiern und Abchasen gegeben.

Vertrag mit der Ukraine steht auf dem Spiel

Juschtschenko und Medwedjew (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Freundliche Gesten, aber harte Worte: Juschtschenko und Medwedjew beim GUS-Treffen nahe Petersburg. ]
So wenig sich Medwedjews Argumentation bezüglich eines Nato-Beitritts Georgiens von den Aussagen seines Vorgängers Wladimir Putin unterscheidet, so konstant ist sie auch gegenüber der Ukraine. Bei einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko drohte Medwedjew nun, einen Freundschaftsvertrag zwischen beiden Staaten aufzulösen, sollte die Ukraine der Nato beitreten. Der Vertrag enthalte die Bedingung, dass keine Seite Sicherheitsgefahren für den anderen Staat schaffen dürfe. "Wir glauben, dass eine NATO-Erweiterung, die die Ukraine einschließt, ein Sicherheitsrisiko für Russland heraufbeschwören würde", erklärte Medwedjew.

Stand: 06.06.2008 22:23 Uhr
 

© tagesschau.de

tagesschau.de ist für den Inhalt externer Links nicht verantwortlich.

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW