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[Bildunterschrift: Zehntausende Georgier protestieren in Tiflis gegen den Wahlsieg Saakaschwilis. ]
Zwar hat die georgische Wahlkommission das Ergebnis der Präsidentschaftswahl noch einmal nach oben korrigiert - und der alte Präsident Saakaschwili ist nun auch endgültig der neue Präsident. Die Opposition allerdings will sich damit keineswegs abfinden. Am Nachmittag gingen allein in der Hauptstadt Tiflis rund 35.000 Menschen auf die Straße, um gegen das ihrer Überzeugung nach manipulierte Wahlergebnis zu protestieren. Die Proteste bliebe friedlich, allerdings befürchten viele Menschen in Georgien, dass es in den nächsten Tagen zu Ausschreitungen kommen könnte.
Oppostionsführer Lewan Gatschetschiladse rief erneut dazu auf, den Kampf so lange fortzusetzen, bis die Wahl wiederholt werde. "Wir fordern einen zweiten Wahlgang. Saakaschwili wird nie der legitime Präsident des Landes werden. Wir werden bis zum Ende dagegen kämpfen", rief er den Demonstranten zu. Ob die Opposition Erfolg haben wird, ist allerdings fraglich: Die Proteste fanden nicht die erhoffte Resonanz. Die Opposition hatte bis zu 100.000 Menschen auf den Straßen erwartet.
[Bildunterschrift: Ist laut amtlichen Endergebnis Sieger der Präsidentschaftswahl vom 5. Januar: Michail Saakaschwili ]
Die georgische Wahlkommission hatte zuvor abermals das Ergebnis der Präsidentschaftswahl vom 5. Januar korrigiert. Demnach stimmten 53,47 Prozent der Wähler für Saakaschwili. Am 9. Januar hatte die Wahlkommission die Zustimmung für Saakaschwili noch mit 52,21 Prozent angegeben.
Zwei Tage später wies das amtliche Ergebnis dann 53,38 Prozent für den Präsidenten aus. Das Ergebnis ist jetzt allerdings endgültig, denn in der Nacht hatte die Wahlleitung mit den Stimmen des Präsidentenlagers alle Beschwerden über Unregelmäßigkeiten bei der Abstimmung abgewiesen.
Saakaschwilis größter Rivale Gatschetschiladse erhielt dem nun vorgelegten Endergebnis zufolge nur 25,69 Prozent der Wählerstimmen. Gatschetschiladse hatte das Ergebnis angezweifelt und einen zweiten Wahlgang gefordert. Dieser ist laut georgischer Verfassung nötig, wenn im ersten Durchgang der Präsidentenwahl keiner der Bewerber mehr als die Hälfte der Stimmen bekommt. Obwohl internationale Wahlbeobachter von einer freien und fairen Wahl sprachen, beschuldigte die Opposition Saakaschwili der Wahlfälschung.
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