Genf kehrt zu niedrigerer Terror-Warnstufe zurück Nur noch "vage" statt "konkret"

Stand: 28.12.2015 17:28 Uhr

Es habe Hinweise auf eine "konkrete Bedrohung" gegeben. Mit dieser Begründung hatte der Schweizer Kanton Genf die Terror-Warnstufe vor zweieinhalb Wochen heraufgesetzt. Nun haben die Behörden die Lage neu bewertet und kommen zu dem Schluss: Die Bedrohung ist nur noch "vage".

Zweieinhalb Wochen nach der Anhebung der Alarmstufe wegen einer konkreten extremistischen Bedrohung ist der Schweizer Kanton Genf zur vorherigen Warnstufe zurückgekehrt. Die terroristische Bedrohung werde nun als "vage" eingestuft, teilte das Sicherheits- und Wirtschaftsdepartement des Kantons mit.

Zudem seien inzwischen alle diplomatischen, religiösen und kommerziellen Anlässe, die als potenzielle Ziele galten, vorüber. Die Herabstufung erfolgte den Angaben zufolge auf Empfehlung der Kantonspolizei und in Absprache mit den Bundesbehörden in Bern.

Fahndung nach vier Verdächtigen

Für Genf war am 10. Dezember die dritte von insgesamt fünf Terrorwarnstufen ausgerufen worden. Die Polizei sprach von Hinweisen auf eine "konkrete" Bedrohung und bewachte seitdem alle strategisch bedeutsamen Orte im Kanton Tag und Nacht. Der UN-Sitz in Genf wurde durchsucht.

Scharfe Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen in Genf. | Bildquelle: AFP
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Seit dem 10. Dezember waren Orte wie der Flughafen verstärkt bewacht worden.

Gefahndet wurde nach vier Verdächtigen, die Verbindungen zur Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" haben sollen. Später wurde die Festnahme von zwei syrischstämmigen Verdächtigen bestätigt, in deren Auto Spuren von Sprengstoff entdeckt wurden. Ihre Festnahme hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft aber nichts mit der Fahndung nach vier mutmaßlichen Dschihadisten zu tun.

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