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Bei israelischen Luftangriffen auf Ziele im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens zehn Menschen verletzt worden. Allein bei dem Angriff auf einen Schmugglertunnel in Rafah seien fünf Personen verwundet worden, teilten palästinensische Rettungskräfte mit. Augenzeugen berichteten, drei Tunnel seien durch die Bombardierung vollständig zerstört worden.
Neben Waffen werden durch die Tunnel auch Brennstoff und Waren über die ägyptische Grenze in den Gazastreifen gebracht. Die von der radikal-islamischen Hamas kontrollierte Region ist seit der Machtübernahme im Juni 2007 praktisch von der Außenwelt abgeschnitten.
Ein israelische Armeesprecher bestätigte das nächtliche Bombardement palästinensischer Ziele: Die Luftwaffe habe Schmugglertunnel sowie zwei Metallwerkstätten in den Flüchtlingslagern Nusseirat und Dschabalija angegriffen.
Die Armee verteidigte den Einsatz als Vergeltungsaktion für einen palästinensischen Raketenangriff auf Südisrael vom Vortag. Beim Einschlag der Kassam-Rakete war niemand verletzt worden. Laut israelischen Angaben schossen militante Palästinenser seit Ende der dreiwöchigen israelischen Militäroffensive im Januar bislang mehr als 270 Raketen und Mörsergranaten auf israelisches Territorium.
Der Hamas-Innenminister Fathi Hamad hatte wenige Stunden vor dem israelischen Luftangriff auf dem Gazastreifen angekündigt, seine Organisation habe sich mit anderen militanten Fraktionen darauf geeinigt, vorerst keine weiteren Raketen auf israelisches Gebiet abzufeuern. Im Falle israelischer Angriffe sei Widerstand jedoch erlaubt.
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