Gambias Ex-Präsident Yahya Jammeh im vergangenen November, umringt von Soldaten. | Bildquelle: AFP

Machtkampf in Gambia Ex-Präsident Jammeh geht ins Exil

Stand: 22.01.2017 11:04 Uhr

Wochenlang hatte sich der Konflikt um die politische Führung im afrikanischen Gambia zugespitzt: Nun hat der abgewählte Präsident Jammeh endgültig nachgegeben und das Land verlassen. Damit ist der Weg für seinen Nachfolger Barrow frei und eine Militärintervention vom Tisch.

Der Kampf um den Machtwechsel im westafrikanischen Gambia scheint endgültig beendet. Der abgewählte Präsident Yahya Jammeh hat sich offenbar ins Exil begeben, wie mehrere Nachrichtenagenturen übereinstimmend berichteten. Der 51-Jährige habe am späten Samstagabend ein Flugzeug nach Guinea bestiegen und wolle später weiter ins Exil nach Äquatorialguinea reisen. Der Agentur AFP zufolge begleitete ihn Guineas Präsident Alpha Condé, der Jammehs Machtverzicht mit ausgehandelt hatte.

Gambias Ex-Präsident geht ins Exil
tagesschau 13:15 Uhr, 22.01.2017, Shafagh Laghai, ARD Nairobi

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Kurz zuvor hatte Jammeh öffentlich bekanntgegeben, sein Amt an den vom Volk bestimmten Nachfolger Adama Barrow abzugeben. Er habe "guten Gewissens" entschieden, die Führung "dieser großen Nation" abzugeben, sagte Jammeh in einer TV-Ansprache: "Ich denke, dass es nicht nötig ist, auch nur einen Tropfen Blut zu vergießen."

Erst bereitwillig, dann unnachgiebig

Jammeh war durch einen Putsch 1994 an die Macht gekommen und hatte Gambia seitdem regiert. Sein Führungsstil war mehrfach als zu autoritär kritisiert worden. Im Dezember des vergangenen Jahres wurde Jammeh als Präsident abgewählt. Sein Konkurrent von oppositionseite, Adama Barrow, gewann in 28 der 53 Wahlbezirke. Zunächst erkannte Jammeh seine Niederlage auch an, doch eine Woche nach der Wahl folgte die Kehrtwende. Jammeh weigerte sich das Ergebnis anzuerkennen und forderte eine Wiederholung des Urnengangs.

Mit seiner jetzigen Rückzugserklärung und dem Verlassen des Landes verhinderte Jammeh eine militärische Eskalation im Konflikt um das Präsidentenamt. Denn sein Nachfolger Barrow hatte breite internationale Unterstützung erhalten. Am Donnerstag war er in Senegal als neuer Staatschef Gambias vereidigt worden, nachdem in der Nacht die Amtszeit Jammehs offiziell ausgelaufen war. Das Nachbarland Gambias hatte im Namen der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) zudem Truppen bereitgestellt, die in Gambia einmarschiert waren.

Auch der UN-Sicherheitsrat hatte sich hinter Barrow gestellt und per Resolution den Rücktritt Jammehs gefordert.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. Januar 2017 um 13:15 Uhr.

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